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Ein weites Feld für Gedankenspiele

Das sehe ich Ein weites Feld für Gedankenspiele

Wer mit dem Auto oder einem größeren Fahrzeug durch Cölbe fährt, ist schnell angenervt vom Umkurven parkender Fahrzeuge in der Durchgangsstraße. Fahrradfahrer hingegen dürften es sehr genießen, sich diesem Stress nicht aussetzen zu müssen. Für sie gibt es direkt auf dem Bürgersteig eine breite Fahrfläche.

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Die Kasseler Straße in Cölbe.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. Parken in Cölbe ist aber so oder so immer ein Thema, nicht nur an der Kasseler Straße, doch soll die dortige Situation, festgehalten in nebenstehendem Foto der Aufhänger sein für die Listensprecher, Stellung zu beziehen. Also, gibt es Ideen, Vorstellungen, Initiativen, die in den nächsten fünf Jahren von den Parteien angestoßen werden sollen?

Christian Hölting (CDU)

Das Bild zeigt die Kasseler Straße in Cölbe. Der Autoverkehr, parkende Fahrzeuge auf der Straße, dazu der Radweg und der Fußgängerüberweg machen diesen Bereich sehr unübersichtlich. Wir werden ein Verkehrskonzept vorlegen, das zum Beispiel die Ausweisung von Parkabschnitten an übersichtlichen Stellen und in der Nähe von Geschäften vorsieht, aber auch Parkverbote an Engpässen und gefährlichen Stellen. Wir wollen mehr Sicherheit und Bewegungsfreiheit für alle Verkehrsteilnehmer erreichen.

Die CDU wird auch die Entschärfung der Parksituation an den Bürgerhäusern in Angriff nehmen. Wenn dort große Veranstaltungen stattfinden, brauchen die Anwohnerinnen und Anwohner dringend Entlastung. Wir werden uns zudem dafür einsetzen, dass in den kommenden Jahren mehr Geld in die Sanierung der Straßen fließt und die Lasten der Finanzierung gleichmäßiger verteilt werden. Neben einer besseren Verkehrsplanung und einem sinnvollen Parkkonzept ist der Erhalt der Straßen und Wege auf einem hohen Niveau für Weiterentwicklung der Gemeinde von großer Bedeutung und daher eines unserer zentralen Ziele.

Hildegard Otto (SPD)

Hier ist die Kasseler Straße zu sehen, in der die wichtigsten Gewerbe zusammenkommen: eine Arztpraxis, ein Krankengymnast, eine Bäckerei, ein Metzger, die Bahnstation und die Gemeindeverwaltung. Um die Parksituation zu entspannen, hat die Gemeinde vor dem Verwaltungsgebäude bereits Kurzzeitparkplätze geschaffen.

Um die Verkehrslage hier ganz zu entschärfen, könnte man die Geschäfte und Ärzte aus dem Ortskern auslagern. Eine Lösung könnte ein Ärztehaus mit Apotheke, Café, Metzgerei, Bäckerei und vielem mehr sein. Das wäre sehr in unserem Interesse, allerdings finden wir in Cölbe keine geeignete Fläche, um dies umzusetzen. Nachteil: der Ortskern wäre nicht mehr belebt. Die Verkehrsproblematik besteht aber in der ganzen Kasseler Straße, da wir im ganzen Straßenbereich, bedingt durch den Radweg,  parkende Fahrzeuge auf der Straße haben. Positiv ist aber zu bemerken, dass die Autofahrer zum langsamen Fahren angehalten sind. Da es in Cölbe noch mehrere Straßen mit dem gleichen Problem gibt, möchten wir ein Verkehrskonzept für ganz Cölbe entwickeln. Dies bedarf einer genaueren Analyse und einer Verkehrsschau, für einige Straßenbereiche ist das bereits geschehen.  

Miriam Peter (Bürgerliste Cölbe)

Das Bild zeigt einen seit Jahren gewachsenen Verkehrsschwerpunkt. Hier konzentrieren sich Gemeindeverwaltung, Ärzte, Massagepraxis, Apotheke, Imbiss, Einzelhandel, Schlüsseldienst. Die Parkplatzsituation ist unzureichend, der fließende Verkehr wird beeinträchtigt, Staus sind an der Tagesordnung. Diese Konstellation betrifft nicht nur  die Kasseler Straße, sondern ist in fast allen anderen Durchgangsstraßen, aber auch in den Wohnstraßen zu beobachten. Offensichtlich besteht für  die Mehrzahl der Bürger die Notwendigkeit, ihre innerörtlichen Ziele im Individualverkehr zu erreichen.

Die Lösungsansätze der Vergangenheit waren vielfältig, aber letztlich erfolglos. Weder die Ausweitung des innerörtlichen Personennahverkehrs noch die zahlreichen Verkehrslenkungsmaßnahmen wie Halteverbote, Fahrbahnverengungen durch Blumenkübel, Verkehrsinseln und Warnbaken führten zum gewünschten Ergebnis. Sie erzeugten in meiner Wahrnehmung eher Unmut bei der Mehrzahl der Bürger. Wenn also Parkplätze benötigt werden, muss man Parkplätze schaffen! Dies bedeutet zum einen, dass auf den Gemeindestraßen verkehrsgerechte  Parkflächen – auch unter Rückbau der Fahrbahnverengungen– angelegt und die im Bebauungsplan ausgewiesenen Parkplätze der Grundstückseigentümer konsequent genutzt werden.

Ute Hoppe (Bündnis 90 / Die Grünen)

So kennen viele den Ortsteil Cölbe vom Durchfahren: viel Verkehr, wenig Platz. Erst auf den zweiten Blick erkennbar: rechts – Bäcker, Metzger,  Apotheke und Radweg; links – Ärzte, Imbiss, Rathaus und Bahnhof. Hier gibt es eine sehr gute Infrastruktur – und manchmal auch zu viele Autos. In Cölbe steigen nicht nur die Einwohnerzahlen. Verkehrszählungen haben ergeben, dass immer mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Radfahren zur Arbeit, zur Bahn oder einfach so ist in Cölbe eine attraktive Fortbewegungsart. Weniger Autos, mehr Fahrräder – das ist Cölbes Zukunft. Cölbe ist ein guter Platz zum Leben – wegen der Nähe zur Universitätsstadt, aber auch wegen der Nähe zur Natur, besonders zum Burgwald.

Die Cölber wissen dies zu schätzen, wollen den Charakter ihrer Dörfer erhalten und wohnen gern hier.  Wir wollen auch in Zukunft die guten Lebensbedingungen hier aufrechterhalten – in allen Cölber Ortsteilen.

von Götz Schaub

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