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Schäfer will den „Verjüngungsprozess“

Hoffnung auf neue Gesichter Schäfer will den „Verjüngungsprozess“

Es wäre Dr. Thomas Schäfers dritte Amtszeit als Vorsitzender der Kreis-CDU. Der 49-Jährige stellt sich am Freitag erneut für diesen Posten zur Verfügung. Insgesamt zeichnen sich beim Personal kaum Veränderungen ab.

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Dr. Thomas Schäfer will sich zum dritten Mal als CDU-Kreisverbands-Vorsitzender wählen lassen.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Die Vorstandswahl ist zentraler Tagesordnungspunkt während der Jahreshauptversammlung der CDU Marburg-Biedenkopf am Freitag ab 19 Uhr im Bürgerhaus Bauerbach. Außerdem stehen Berichte des Vorstands und Landesdelegiertenwahlen an. Für Vorstandsämter kandidieren zu wollen, kündigten im Vorfeld der Versammlung vor allem jene Mitglieder an, die auch aktuell schon im Vorstand vertreten sind. Dies berichtet der CDU-Kreisverbands-Vorsitzende Schäfer im Gespräch mit der OP.

Weitermachen im geschäftsführenden Vorstand wollen Dr. Stefan Heck, Rosemarie Lecher, Wieland Stötzel und Werner Waßmuth als stellvertretende Vorsitzende sowie Werner Bastian als Schatzmeister und Dr. Horst Falk als Schriftführer. Weitere Bewerber hätten sich bislang nicht gemeldet, auch nicht auf den Vorsitzenden-Posten, allerdings könne dies auch noch während der Versammlung erfolgen, sagt Schäfer.

Vorsitz für zwei weitere Jahre

Nach einer verkürzten und einer regulären Amtszeit von insgesamt drei Jahren will der 49-Jährige den Vorsitz für weitere zwei Jahre übernehmen. „Die jetzige Amtszeit begann, als wir gerade eine turbulente Diskussion im Kreisverband hatten – da ging es um eine Entscheidung für eine Koalition mit der SPD im Kreis“, blickt Schäfer zurück.

Die CDU musste sich mit der neuen Situation arrangieren, hat dies inzwischen geschafft. „Es läuft gut und reibungslos, wir sind sehr zufrieden“, sagt Schäfer über die Arbeit in der großen Koalition unter einer SPD-Landrätin. Was aus Sicht des Vorsitzenden besonders gut gelaufen ist: Der Oberbürgermeister-Wahlkampf in Marburg, „auch wenn es am Ende nicht gereicht hat“, bedauert er und berichtet, dass der Kreisverband sich im Stadtwahlkampf sehr engagiert habe.

„Veränderung nur alle fünf Jahre möglich“

Aktuell wichtigstes Thema für die Kreis-CDU: die bevorstehende Kommunalwahl. „Wir wollen auch danach gestalterisch beteiligt sein auf Kreisebene“, formuliert Schäfer das Ziel. Die Christdemokraten sind im Vergleich zu anderen Parteien auffällig rege – unterwegs mit ihrem Wahlkampfmobil, mit Ständen vor den Supermärkten, und sie ziehen von Tür zu Tür, um für ihre Politik zu werben. Im Kreistag wollen die Unionsvertreter, derzeit 27 an der Zahl, stärkste Fraktion werden – derzeit ist die SPD ihnen um drei Sitze überlegen. Deshalb suchten die Wahlkämpfer vor allem den direkten Kontakt. „Auch, um die Menschen überhaupt zum Wählen zu bringen, die Kommunalwahl ist für viele überhaupt kein Thema“, bedauert Schäfer.

Direkt mit der Wahl zu tun hat auch der „Verjüngungsprozess“, der sich bei der CDU auf Kreisebene vollziehen soll. Die Partei will frischer und weiblicher werden. Zeugnis dafür ist die Liste zur Kreistagswahl mit mehr Plätzen für die Frauen (jeder dritte unter den ersten 30) und mehr jungen Kandidaten (jeder 10. aus der Jungen Union). „Wir haben nur alle fünf Jahre die Chance, etwas zu ändern – deshalb haben wir darauf großen Wert gelegt“, sagt Schäfer und betont zugleich, dass es auf „Kontinuität und neue Gesichter“ ankomme.

Bei den Listenplätzen für die Frauen sei es gelungen, diese auch „qualitativ gut“ zu besetzen – er hoffe auf viele neue Impulse. In Marburg-Biedenkopf hat die CDU etwa 1 600  Mitglieder. Rund 25 Prozent davon sind Frauen. Zum Vergleich: Die heimische SPD hat 2 400 Mitglieder, 32 Prozent davon Frauen. 

von Carina Becker

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