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„Leben im Ort lebenswert gestalten“

4 Fragen, 4 Antworten: Rolf Herrmann „Leben im Ort lebenswert gestalten“

Die OP befragte Schlierbachs Ortsvorsteher Rolf Herrmann zu seiner Rückkehr auf das kommunalpolitische Parkett. Er war früher für die UBL im 
 Parlament, jetzt tritt er für die FWG an.

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Rolf Herrmann kehrt für die FWG auf die kommunalpolitische Bühne zurück.

Quelle: privat

OP : Mit Ihrer Aufstellung auf der FWG-Liste sind Sie wieder zurück auf der kommunalpolitischen Bühne. Was treibt Sie an, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Rolf Herrmann : Ist der Ortsbeirat nicht die ursprünglichste Form der politischen Bühne und der Demokratie? Hier vor Ort gilt es, das Leben für die Mitbürger lebens- und liebenswert zu gestalten. Wenn dies an dieser Stelle uneigennützig und nach bestem Wissen und Gewissen erfolgt, hat Demokratie eine Chance.

Politikverdrossenheit entsteht hier, wenn nicht offen und ehrlich miteinander umgegangen wird. Friedrich dem Großen, König von Preußen, wird die Aussage zugeschrieben: „Ich bin der erste Diener meines Staates.“ Dies auf den Ortsteil Schlierbach und die Gemeinde Bad Endbach übertragen und für die Zukunft zu bewahren, treibt mich um und an.

Lassen wir getrost den Wähler entscheiden

OP : Es gibt zehn Bewerber auf der FWG-Liste. Sie stehen auf dem letzten Listenplatz. Rechnen Sie sich trotzdem Chancen aus, wieder in die Gemeindevertretung gewählt zu werden?

Herrmann : Dies entscheidet der Wähler. Er kann seine Stimme verteilen, wie er möchte. Ich glaube, ein Rolf Herrmann hat immer gezeigt, dass er nicht eigene Interessen vertritt. Er hat mit verhindert, dass die Herborner Straße in Endbach untertunneln wird, oder dass ein Planer zu viel Geld für den Bau der Therme in Rechnung stellt, oder den „Verkauf“ des Abwassernetzes an den Abwasserverband Bad Laasphe-Perf, oder, oder … Lassen wir also getrost den Wähler entscheiden.

OP : Sie sind auch Ortsvorsteher in Schlierbach. Was ist aus Ihrer Sicht eine dort dringend notwendige Investition?

Herrmann : Wir haben in der letzten Legislaturperiode als Ortsbeirat, mit der Unterstützung des Heimatvereins Schlierbach und des Bauhofes der Gemeinde, viel erreicht. Dafür an dieser Stelle Dank an alle Beteiligten. Im Rahmen von IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) haben wir uns die Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) angeschaut.

Für den Ortsteil Schlierbach wünsche ich mir eine Sanierung des Daches des DGH Schlierbach. Dies ist dringend erforderlich, in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage ließe sich die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes verbessern. 
  In Vorbereitung der 700-Jahr-Feier im Jahr 2018 hat die Gemeinde schon Mittel für die Sanierung der Straße und des Platzes vor dem Dorfgemeinschaftshaus in den Haushalt eingestellt. Darüber hinaus liegt uns der Abbruch der alten Schmiede sehr am Herzen.

„Streiten hat seine Zeit und Zusammenzuarbeiten hat seine Zeit“

OP : Wenn Sie in der Gemeinde Bad Endbach etwas verändern könnten, was würden Sie als erstes tun?

Herrmann : „Lachen hat seine Zeit und Weinen hat seine Zeit, Arbeiten hat seine Zeit und Ruhen hat seine Zeit“, diesen leicht abgewandelten Spruch aus dem Buch der Bücher möchte ich ergänzen: „Streiten hat seine Zeit und Zusammenzuarbeiten hat seine Zeit.“ 
  Die Probleme oder Herausforderungen, die auf uns zukommen benötigen die Zusammenarbeit aller. Da ein Großteil der vorkommenden Konflikte ihre­ Ursache im kommunikativen Bereich hat, wären sowohl für die Gemeindevertretung als auch für die Verwaltung entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen wünschenswert. Darüber hinaus wäre eine bessere Nutzung der vorhandenen finanziellen Ressourcen erforderlich.

von Silke Pfeifer-Sternke

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