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CDU muss einen Sitz an die UGL abgeben

Vorläufiges Endergebnis für Münchhausen CDU muss einen Sitz an die UGL abgeben

Nicht nur die Münchhäuser UGL kann sich übers Wahlergebnis freuen. Auch die SPD legt etwas zu und bleibt stärkste Fraktion – mit dem beliebtesten Kandidaten aus der Gemeinde.

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Die meisten Gemeindevertreter in Münchhausen stellt künftig die SPD.

Münchhausen. Es sind keine große Umwälzungen die Münchhausen mit dem Wahlergebnis erlebt – aber ein paar Veränderungen stehen wohl bevor. Nachdenken und analysieren, was falsch gelaufen ist, muss dabei vor allem die CDU.

„Das Ergebnis tut schon weh – wir müssen uns fragen, woran es gelegen hat“, sagt CDU-Spitzenkandidat Johannes Wagner und ist „schon etwas enttäuscht“. Auf die Bundespolitik will er es allerdings nicht schieben, dass die Christdemokraten im Münchhäuser Parlament künftig mit einem Sitz weniger auskommen müssen, „wir müssen schon schauen, was wir hier vor Ort anders machen könnten.“

Wagner hofft, dass die themenbezogene und fraktionsübergreifende Zusammenarbeit, die in der kleinen Gemeinde ganz im Norden des Landkreises weitreichend frei von Partei-Ideologien betrieben wird, auch in der neuen Wahlperiode fortgeführt werden kann.

Wahlgewinner setzt auf wechselnde Mehrheiten

Auch der Wahlgewinner UGL setzt auf wechselnde Mehrheiten als Münchhäuser Erfolgsrezept. „Das ermöglicht uns, aktiv mitzubestimmen und nicht nur Opositionsarbeit machen zu müssen“, sagt Michael Haubrok-Terörde und freut sich über einen zusätzlichen Sitz in der Gemeindevertretung für die UGL. Ein Parlament ohne absolute Mehrheit, sachorientierte Zusammenarbeit und wechselnde Bündnisse, das sei auch für die Gemeinde das Beste, befindet der UGL-Listenführer und ist froh über die konstruktive Arbeitsatmosphäre im Gemeindeparlament. Seine Fraktion darf dort künftig mit drei gewählten Gemeindevertretern mitwirken.

Ob eine Zusammenarbeit mit der SPD in Frage kommt, lässt Haubrok-Terörde noch offen. Ein Bündnis mit den Sozialdemokraten ermöglichte es der UGL in den zurückliegenden fünf Jahren, mit einem Vertreter in den sechsköpfigen Gemeindevorstand einzuziehen. Die SPD hielt dort drei Sitze, die CDU zwei. Und ihren Platz wollen die Vertreter der Unabhängigen Grünen Liste freilich behalten.

SPD-Listenführer erhält 1735 Stimmen

Der SPD-Listenführer Hans-Martin Seipp war am Montag, nachdem er das Wahlergebnis erhalten hatte, völlig überwältigt. Für die Sozialdemokraten vereinte er 1735 Stimmen auf seine Person – und lag damit in der Gemeinde Münchhausen weit vorn. „Dass es so gut ausfällt, damit hätte ich niemals gerechnet“, sagt er.

Gleichermaßen zufrieden war Seipp mit den SPD-Ergebnis. Auch, wenn die Fraktion keinen Sitz hinzugewinnt, hat sie prozentual zugelegt. „Da müssen wir uns bei den Wählern wirklich bedanken“, meint Seipp und verspricht zugleich, dass die SPD sich in der Gemeindevertretung mit aller Kraft dafür einsetzen werde, dass Münchhausen und seine Ortsteile lebenswert bleiben – auch und gerade in Zeiten knapper Kasse. „Wir müssen darauf schauen, dass die Belastungen für die Bürger nicht zu groß werden“, betont Seipp.

CDU-Vertreterin ist einzige Frau

Darüber, wie die SPD sich nun aufstellen wird in der Gemeindevertretung, will er indes noch nicht sprechen. „Wir werden das in den nächsten Tagen zunächst intern beraten und unsere Vorgehensweise besprechen.“
Ins Münchhäuser Parlament wird nur eine einzige Frau einziehen: die CDU-Vertreterin Ingrid Schmidt.

Wenn dies nicht sogar kreisweit einzigartig sein sollte, so wird Münchhausen doch eine der wenigen Gemeindevertretungen mit einer derart niedrigen Frauenquote sein.

 
 
Die Gemeindevertreter
SPD: Hans-Martin Seipp (1735), Roland Wehner ( 1427), Ralfs Köster (1086), Guido Funk ( 1032), Willi Parr ( 1028), Armin Hallenberger (981), Bernd Zimmer ( 920), Klaus Weisenfeld ( 874), Helmut Briel ( 795), Markus Freiling ( 759), Kurt Heck ( 708)
CDU: Johannes Wagner (1636), Dr. Harald Dörnbach (1101), Peter Doft (944), Wolfgang Henseling (893), Ingrid Schmidt (868), Hartmut Spenner-Schneider (783), Heinrich Lölkes (757), Johannes Georg Schott (699), Horst Hallenberger ( 681)
UGL: Michael Haubrok-Terörde (676), Dieter Höcker ( 535), Rainer Ulbrich (423)

von Carina Becker

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