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BfB legt fünf Sitze zu und wird zur stärksten Fraktion

Vorläufiges Endergebnis für Lohra BfB legt fünf Sitze zu und wird zur stärksten Fraktion

Erstmals stellt in Lohra keine der beiden großen Parteien die stärkste Fraktion. Die Zusammenarbeit wird aber wohl fortgesetzt.

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So setzt sich das Parlament von Lohra in Zukunft zusammen.

Lohra. Als Fortsetzung der Entwicklung seit dem Jahr 1993 sieht Harald Rink das Ergebnis vom Sonntag. Damals trat die BfB zum ersten Mal an, nun ist sie erstmals stärkste Fraktion der Lohraer Gemeindevertretung. Rinks Dank galt deshalb zuerst den Wählern, mehr konnte er nicht sagen, weil eine genaue Analyse noch folgen müsse. Fest steht für den Kirchverser, dass es auch andere Gründe als die AfD für den Wahlerfolg geben muss, weshalb die BfB ihren Einsatz für mehr Bürgernähe und Bürgerbefragung auch im neuen Gemeindeparlament fortsetzen will. Dort soll es zu einer konstruktiven Arbeit kommen, „nicht so wie zuletzt“. Man sei nach allen Seiten offen, und müsse sehen, ob es im Gemeindevorstand zu Veränderungen komme.

SPD gibt zwei Sitze ab

Sehr enttäuscht ist dagegen Kurt Schwald. Zwei Sitze gibt die SPD ab, obwohl „wir im Wahlkampf klar gemacht haben, was in den vergangenen fünf Jahren geleistet wurde“. Man sei sehr sachlich gewesen und wurde nicht belohnt. Dagegen habe der Wahlkampf der BfB jeglicher Grundlage entbehrt, von der Gruppierung seien mitgetragene Entscheidungen, Schwald nennt als Beispiel die Flüchtlingsunterbringung im DGH Nanz-Willershausen, der SPD angelastet worden. Deshalb würden sich die Gespräche mit der BfB nicht leichter gestalten, man werde zuerst mit CDU und Grünen sprechen.

CDU geht von weiterer Zusammenarbeit mit SPD aus

Auch Christdemokrat Werner Waßmuth wirft der BfB vor, Unwahrheiten verbreitet zu haben. Man nehme das Votum an und schaue wie man die nächsten fünf Jahre gestaltet. Dabei geht die CDU von einer weiteren Zusammenarbeit mit der SPD aus.

Patrick Voyé bedauert, dass in der Grünen-Fraktion nun keine Frau mehr vertreten ist. Das Ergebnis sei so erwartet worden, überraschend sei das Vorrücken von Johannes Plitt an die Listenspitze.

 
 
Die Gemeindevertreter

Nachfolgend die Namen der Gemeindevertreter in der Rangfolge, in Klammern die Listenplätze/Stimmen:

CDU: 1. Werner Waßmuth (101/1 171), 2. Erich Mann (104/1 082), 3. Peter Thiel (105/1 049), 4. Heinz Werner Weimer (102/1 007), 5. Norbert Gabriel (109/991), 6.  Susanne Kappeller (103/838), 7. Uwe Weber (107/813).

SPD: 1. Elfriede Köhler (201/1 405), 2. Kurt Schwald (202/1 297), 3. Rosemarie Wolny (203/1 245), 4. Inge Dörr (206/1 170), 5. Hermann Schorge (204/1 092), 6. Armin Habermann (205/1 057), 7. Herbert Schepp (207/996), 8. Markus

Hemberger (212/926), 9. Erna Kirsch (208/914).
Bündnis 90/Die Grünen: 1. Johannes Plitt (311/544), 2. Jan Klefenz (309/505), 3. Karl Klefenz (305/480).

BfB: 1. Bernd Willershausen (603/1 423), 2. Harald Rink (601/1 410), 3. Franziska Willershausen (614/1 164), 4. Kathrin Neuser (602/1 117), 5. Dieter Hoffarth (615/1 108), 6. Michael Ganz (611/1 105), 7. Norbert Bingel (605/1 093), 8. Knut Schäfer (609/1 064), 9.  Roman Butz (612/1 019), 10. Michael Witt (607/1 013), 11. Markus Schmidt (608/1 012), 12. Jennifer Wagner (610/982).

von Gianfranco Fain

 
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