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Vorläufiges Ergebnis für Amöneburg

Amöneburger CDU gewinnt zwei Plätze dazu

Als „Bestätigung für die geleistete, sachorientierte und gute Arbeit“, sieht Fraktionsvorsitzender Jan-Gernot Wichert das gute Ergebnis, das die CDU Amöneburg erzielte.
Die CDU ist in Zukunft mit elf Sitzen die stärkste Partei im Amöneburger Stadparlament.

Die CDU ist in Zukunft mit elf Sitzen die stärkste Partei im Amöneburger Stadparlament.

Amöneburg. Fast zehn Prozent legte die CDU im Vergleich zur Kommunalwahl 2011 zu. Danach hatte es nach den ersten Trendergebnissen noch nicht zugegeben – wobei das Amöneburger Wahlamt dieser Zeitung falsche Ergebnisse übermittelt hatte, was die Mitarbeiter zwar nicht erklären konnten, sich dafür aber in aller Form entschuldigten. Die SPD hatte statt der übermittelten 38,75 Prozent von den Listenwählern tatsächlich 31,33 Prozent der Stimmen erhalten. Nach Auszählen aller Wahlzettel stand fest, dass die Partei insgesamt aber „nur“ auf 25,69 Prozent kommt und somit ebenso viele Plätze in der Stadtverordnetenversammlung haben wird wie die FWG. Großer Profiteur des Kumulierens und Panaschierens war die CDU, die von 41,87 Prozent noch auf 47,74 Prozent stieg.

Bestätigung für "sachorientierte und gute Arbeit"

„Das ist auf jeden Fall ein Ergebnis, das mich sehr freut“, kommentierte CDU-Vorsitzender Jan-Gernot Wichert. Es sei eine Bestätigung für die „sachorientierte und gute Arbeit“ der vergangenen Jahre – wobei es allerdings auch drei Sitze beziehungsweise 11,91 Prozent von AWG und 2,51 Prozent von der FDP zu erobern gab, die beide im Vergleich zum Jahr 2011 nicht mehr zur Kommunalwahl antraten.

Und so sieht sich Winfried Kaul (SPD) in Zukunft mit einer „schweren CDU-Übermacht“ konfrontiert. Hinzu kommt, dass die FWG ebenso wie seine Fraktion sechs Sitze innehaben wird – und diese tendiert in ihrer Art der Politik eher in Richtung CDU, während die SPD in der AWG ihren Gesinnungspartner verloren hat. Eine Koalition wird es aber nicht geben – da sind sich alle Parteien einig. Jeder, der etwas erreichen will, muss sich seine Mehrheiten suchen – mit sachgerechter, vernünftiger Politik. Da sind sich die Beteiligten einig. „Ob FWG oder SPD – wir sind offen, mit wem wir zusammenarbeiten. Es geht um die Sache.“

Fraktionsvorsitzender erhält nicht genug Stimmen

Kaul ist froh, die „vor Jahren erarbeitete Position“ in der Amöneburger Politik erhalten zu haben. Insgesamt warte ein „hartes Stück Arbeit“ auf die SPD – deren bisheriger Fraktionsvorsitzender übrigens nicht genug Stimmen errungen hat, um sich für die Stadtverordnetenversammlung zu qualifizieren. Allerdings plant Kaul dennoch, weiterhin als Vorsitzender zu fungieren: Diethelm Reinmüller werde seinen Platz in der Versammlung nicht wahrnehmen – er wolle sich zwar für die Partei einsetzen, aber nicht mehr in dieser Form, so Kaul. Zudem scheint ein weiterer Gewählter zurücktreten zu wollen – Peter Hörl (derzeit auf Rang 7) könnte dann in den Magistrat einziehen, während Dr. Klaus Mund von Platz 8 und Winfried Kaul von Platz 9 nach oben rutschen würden. Eine Idee der SPD für den zweiten Platz im Magistrat ist übrigens, Heinrich Neumann (AWG) zu nominieren – dieser habe schließlich in der Vergangenheit „gute Arbeit“ geleistet.

„Wir sind zufrieden – keine Frage. Am wichtigsten war es uns, dass es keine absolute Mehrheit gibt“, fasst Stefan Lauer (FWG) zusammen. Primäres Ziel seiner Fraktion sei gewesen, eine „ausgleichende Kraft zu den etablierten Parteien“ zu werden. Dies habe sie erreicht: „Wir haben in der Stadtverordnetenversammlung künftig ein ausgewogenes Verhältnis. So kann man gut gestalten.“ Die FWG wird in Marius Maus künftig auch den jüngsten Stadtverordneten stellen: Die Wähler hievten den Roßdorfer von Platz zehn der FWG-Liste hoch auf Platz sechs und damit ins Gremium.

 
 
Die Stadtverordneten
CDU (11 Sitze): 1. Dr. Stefan Heck (2 153  Stimmen), 2. Wolfgang Rhiel (1 922), 3. Jan-Gernot Wichert (1 841), 4. Reinhard Franke (1 595), 5. Bernd Riehl (1 524), 6. Philipp Wieber (1 438), 7. Mathias Lecher (1 428), 8. Ottmar Graf (1 139), 9. Dirk Wieber (1 042), 10. Jochen Splettstößer (1 012), 11. Bernhard  Schick (1 004).
SPD (6 Sitze): 1. Sefa Elmaci (1 540), 2. Dr. Rita Hörl-Eberl (1 463), 3. Winfried Nau (1 424), 4. Hildegard  Kräling, 5. Winfried Bieker (1 219), Diethelm Reinmüller (1 082).
FWG (6 Sitze): 1. Stefan Lauer (1 079), 2. Karl Jennemann (1 015), 3. Ewald Schick (970), 4. Rainer Schick (854), 5. Jochen Luzius (851), 6. Marius Maus (601).

von Florian Lerchbacher


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