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Zweite Auflage ist ein voller Erfolg

Festival "Rockin' Hinterland" Zweite Auflage ist ein voller Erfolg

So wie der Auftakt am Freitag, war auch der zweite Konzertabend am Samstag ein voller Erfolg.

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Konzertveranstalterin Martina Gerlach (mit Luftgitarre) an der Seite von She’s-got-Balls-Sängerin Iris Boanta. Im Hintergrund die Gitarristinnen Cathleen Catman und Jani Näckel.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Dautphe. Auf dem Rathausplatz in Dautphe war kaum ein Durchkommen mehr möglich. Vor der Bühne, an den Tischen und Bänken drängten sich mehr als 300 Freunde des (Hard) Rock, die zu den Klängen der Belgian Quo Coverband und der AC/DC-Tribute-Band „She’s got Balls“ ausgelassen feierten.

Da waren sie wieder: Echte Rockfans, denen kein Weg zu weit ist. Die auch aus Belgien, Frankreich oder den Niederlanden kommen, um in Dautphe feinsten Coverrock zu erleben. Fans wie Roelof Heethuis und seine Frau Simone aus dem niederländischen Groningen. Bereits im vergangenen Jahr kamen sie ins Hinterland, um Status quo zu hören. Daraus wurde bekanntlich nichts, da die britische Band wegen einer Erkrankung ihres Gitarristen Rick Parfitt mehrere Auftritte absagte, unter anderem den in Dautphe. Doch von dem Ersatzprogramm, das Veranstalterin Martina Gerlach kurzfristig auf die Beine gestellt hatte, waren die Gäste aus Groningen vollauf begeistert. „Großartig“ seien die Belgian quo Coverband und die Meadowbrooks gewesen.

Und so war es für das Ehepaar in diesem Jahr überhaupt keine Frage, wiederzukommen. „Und nächstes Jahr sind wir auch wieder dabei“, sagte Roelof Heethuis, der das Engagement von Martina Gerlach ausdrücklich lobte. Die Veranstalterin wiederum würdigte die Bemühungen der Musikfans, das Festival bekannt zu machen. Unter denjenigen, die den Festivalhinweis auf Facebook geteilt hatten, waren Susanne Reuter und Ingmar Stevens als Gewinner zweier Luftgitarren ausgewählt worden. Martina Gerlach überreichte ihnen unter dem Applaus der Besucher die symbolische Anerkennung.

"Rockin' all over the World" setzt Highlight

Den musikalischen Beginn des zweiten Festivaltages machte die Belgian Quo Coverband, bestehend aus Frank Vandaele (Rhythmusgitarre/Gesang), seinem Sohn Erwin (Lead-Gitarre/Gesang), Wesley Jacques (Schlagzeug) und Lieven Vandenbroucke (Bass/Gesang). Bekannte Status-Quo-Songs wie „Caroline“ und „Whatever you want“ erklangen.

Eine große Spannung lag in der Luft, als die Belgier die ersten Akkorde von „Rockin’ all over the World“ setzten. Sie dehnten das Vorspiel etwas aus, die Spannung stieg, das Publikum klatschte und schwenkte Luftgitarren. Als der Gesang einsetzte, war dies einer der emotionalsten Momente des Konzerts. Wahre Begeisterungsstürme brandeten auf.

Wie im Vorjahr betrat auch Alan Crook, Cousin von Martina Gerlach, Quo-Fan und -songwriter, mehrmals die Bühne, um Gesangseinlagen zu geben – übrigens nicht nur gemeinsam mit der Belgian-Quo-Coverband, sondern auch mit She’s got Balls. Der Auftritt der AC/DC-Coverband war nicht weniger mitreißend. Mächtig heizten sie dem Publikum ein: die Sängerin Iris Boanta, Bassistin Conny Marschall, Leadgitarristin Cathleen Catman, Rhythmusgitarristin Jani Jäckel und Schlagzeugerin Anja Assmuth.

Harte Klänge und klare Ansagen

Nicht nur mit harten und präzisen Klängen, sondern auch durch die klaren Ansagen von Iris Boanta hinterließ die Band bleibenden Eindruck. „Wie heißt du?“, fragte die Frontfrau einen laut mitsingenden Fan, der sich als Dennis vorstellte. „Dennis, dich könnte ich mal für ein Studioprojekt gebrauchen.“ Dies sei „ein tolles Publikum“, befand die Sängerin, die nach eigenen Angaben lang geübt hatte, den Gemeindenamen Dautphetal richtig auszusprechen.

Rund zwei Stunden lang ließ es She’s got Balls krachen, brachte AC/DC-Songs wie „Highway to hell“, „Hells bells“ oder – als Zugabe – „Bad Boy Boogie“ zu Gehör. „Ein Riesenapplaus an diese einzigartigen Menschen hier“, sagte Iris Boanta – „Das ist Rock’n’roll!“

Martina Gerlach wollte vom Publikum wissen: „Was haltet Ihr davon, wenn wir die Girls nochmal engagieren?“ Die Antwort kam prompt und laut: „Yeah!“ „Das wollte ich wissen“, erklärte die Veranstalterin. Im Gespräch mit der OP zog Martina Gerlach ein überaus positives Fazit: „Es war Hammer, ich bin völlig geplättet.“ Der Besucherandrang habe ihre Erwartungen weit übertroffen. „Wir wussten weder ein noch aus, wir waren überwältigt.“ Zwischenzeitlich seien nicht genügend Gläser vorhanden gewesen, doch aus dem Dautpher Schwimmbad habe man noch auf die Schnelle welche bekommen können.

„Wir überlegen, beim nächsten Mal auf den Aldi-Parkplatz umzuziehen“, verriet Martina Gerlach, für die das Festival ein „Knackpunkt-Event“ war. Sie sei schon im Vorfeld davon ausgegangen: „Wenn es dieses Jahr funktioniert, dann läuft es.“ Ihr Eindruck nach den Konzerten: „Ich glaube, dass wir uns jetzt etabliert haben.“

von Björn-Uwe Klein

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