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Die Polizei ermittelt

Zwei Pferde schwer verletzt

Ein Pferd tot, ein weiteres verletzt. Die Tiere erlitten auf ihren Koppeln 
mysteriöse Verletzungen.
Im Hinterland haben zwei Pferde schwere Verletzungen erlitten. Die Ursache ist noch unklar. Foto: Thorsten Richter

Im Hinterland haben zwei Pferde schwere Verletzungen erlitten. Die Ursache ist noch unklar.

© Thorsten Richter

Schlierbach. Nachdem zwei Pferdebesitzerinnen feststellten, dass ihre Tiere innerhalb von knapp zwei Wochen nahezu gleichartige, nicht erklärbare Verletzungen erlitten, erstatteten sie am Freitag Anzeige. Ein Tier musste wegen der schweren Verletzung eingeschläfert werden, das andere überlebte dank tierärztlicher Hilfe.

Am 28. September stellte eine Frau aus Lohra die Verletzung an ihrem 19-jährigen Oldenburger Wallach fest. Die tiefe Verletzung reichte von der linken Leiste bis an den Schlauch. Der Tierarzt konnte für dieses Pferd nichts mehr tun. Das Pferd war eines von zweien auf der Koppel am Rand von Rodenhausen. Das andere Tier blieb unverletzt.

Die Besitzerin hatte nach eigenen Angaben die gesamte Koppel mehrfach abgesucht. Sie fand weder Blutspuren, die auf eine Bewegung des Pferdes nach der Verletzung hindeuten, noch Gegenstände, die eine solche Verletzung hätten verursachen können.

Tierarzt kann Ursache nicht klären

Eine selbst beigebrachte Verletzung oder die Verursachung durch die beiden anderen Pferde hält sie für unwahrscheinlich. Das Tier erlitt die tödliche Verletzung zwischen dem 27. September, 18 Uhr und 28. September, 14.30 Uhr.
Eine ähnliche Verletzung fand eine Frau aus Hartenrod am vergangenen Samstag an ihrem 14-jährigen Araber-Mix-Wallach. Die Verletzung verlief ebenfalls von der linken Flanke Richtung Schlauch, war jedoch nicht so lang und blutete offenbar mehr nach innen als nach außen.

Das Tier stand zusammen mit zwei weiteren unverletzten Pferden zur fraglichen Zeit zwischen dem 9. Oktober, 18 Uhr und 10. Oktober, 15.30 Uhr auf der Koppel oberhalb des Aussiedlerhofs in der Schlierbacher Straße. Auch diese Pferdebesitzerin gab an, ihre Koppel mehrfach, jedoch ohne Ergebnis, überprüft zu haben.

Die tierärztliche Untersuchung brachte keine Sicherheit in Bezug auf die Art und das Entstehen der Wunde brachte. Erst seit Donnerstag steht fest, dass der Wallach die schwere Verletzung wahrscheinlich übersteht.
Die Polizei schließt weder einen Zufall noch eine strafbare Handlung nach dem Tierschutzgesetz aus.

Zur Klärung der Vorfälle bittet die Polizei um sachdienliche Hinweise. Auch weitere Pferdebesitzer, die in jüngster Zeit Verletzungen ihrer Tiere feststellten, dies aber noch nicht angezeigt haben, sollten sich bei der Polizeistation Gladen unter der Telefonnummer 06462/9168130 melden.

von unseren Redakteuren


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