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Zusage für „Dammer Spatzen“ erwartet

Hausübernahme Zusage für „Dammer Spatzen“ erwartet

Die Lohraer Gemeinde­vertreter werden heute Abend dem Verkauf des Hauses zustimmen. ­Darauf deutet eine einstimme Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses hin.

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Die Gemeinde Lohra hat das ehemalige Bahngelände gekauft und will es möglichst an die Anlieger weiterverkaufen.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Voll des Lobes waren die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses über die geleistete Arbeit. Man habe bewiesen, wie eng verzahnt man sei und dass man mit den Vereinen und Menschen vor Ort ­etwas Tolles hinbekomme, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Kurt Schwald. CDU-Chef Werner Waßmuth sprach von einer „guten Sache, mit der alle leben und wir guten Gewissens zustimmen können“.

Es ging um den Verkauf des Feuerwehrgerätehauses Damm an den Verein „Dammer Spatzen“. Das Gebäude soll an den Verein übergehen, sobald das Feuerwehrgerätehaus in Lohra gebaut ist und einzugsbereit ist. Dort werden auch die Dammer Brandschützer künftig ihre Bleibe haben.

Für den Verkauf des Gebäudes und eines Teils des rund 900 Quadratmeter großen Grundstücks zum Preis von 3000 Euro hatte der Gemeindevorstand mit den Vereinsvertretern schon die Konditionen besprochen, müssen dies aber nochmals machen, da die Ausschussmitglieder die Bedingungen etwas modifizierten.

So wurde der Zusicherung des Vereins zum Unterhalt und Pflege des angrenzenden öffentlichen Spielplatzes der Zusatz „für die nächsten 20 Jahre“ hinzugefügt, auch soll der Verein nun noch für fünf Jahre die Pflege des Rastplatzes übernehmen und die Abfallgrube des Friedhofes dort belassen, wo sie ist.

Ausschuss empfiehlt Zustimmung

Begründet wurden diese Änderungen mit dem hohen Schätzpreis für das Gebäude. Auf rund 45000 Euro war das Ortsgericht gekommen.

Die Vorlage fand die zustimmende Empfehlung des Ausschusses an die heute Abend tagende Gemeindevertretung, wobei die anderen Punkte unberührt blieben:

Der Verein sichert der Gemeinde innerhalb der nächsten 20 Jahre die kostenfreie Nutzung der Räume für öffentliche Veranstaltungen zu. am Austausch oder der Instandsetzung der Spielgeräte wird sich der Verein mit jeweils höchstens 500 Euro beteiligen.

Der öffentliche Spielplatz bleibt im Eigentum der Gemeinde, verkauft wird das Gebäude und eine Fläche von rund 400 Quadratmetern.

Verkaufsverhandlungen sollen zurückgestellt werden

Einstimmig empfiehlt der Hauptausschuss auch die Annahme eines CDU-/SPD-Antrags, der darauf abzielt, für die Ortsbeiräte eine Geschäftsordnung mit eigenem Budget erstellen zu lassen. Damit sollen die Ortsbeiräte gestärkt und die Bürokratie abgebaut werden.

Auch hinsichtlich des Verkaufs des ehemaligen Bahngeländes an die Anwohner kann Bewegung kommen. Die CDU und SPD schlagen vor, die Verkaufsverhandlungen bis zur Endabrechnung der Gehwege in der Gladenbacher Straße zurückzustellen. Bis zum Abschluss der Endabrechnung sollen mit den Anliegern Pachtverträge abgeschlossen werden.

Bei einem Kauf der Grundstücke soll der Pachtzins auf den Kaufpreis angerechnet werden. Auch mit den Nutzern dieser Grundstücke sollen Pachtverträge abgeschlossen werden, deren Pachtzins der Gemeindevorstand festlegt. Sollten keine Pachtverträge zustande kommen, sind die von den Anliegern unrechtmäßig genutzte Flächen bis zum 1. Mai zu räumen.

Der Antrag wird einstimmig zur Annahme durch die Gemeindevertretung empfohlen. Diese tagt ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Altenvers.

von Gianfranco Fain

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