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Zum Schluss die größte Strapaze

Grenzgang Zum Schluss die größte Strapaze

Durch einen undurchdringlichen Nebel gingen die Wallauer Grenzgänger die dritte und letzte insgesamt 7,5 Kilometer lange Etappe auf der Ortsgrenze an.

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Kraftanstrengung: Trotz alternativer Route wagte die Mehrheit aller Grenzwanderer den mühsamen Aufstieg auf den Kleeberg, an der Grenze zu Biedenkopf.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Wallau. Auf dem Gipfel des berüchtigten Kleebergs durchdringen die Sonnenstrahlen endlich auch das noch von dichtem Nebel getrübte Unterholz des herbstlichen Waldes - und es verleiht den strapazierten Grenzgängern neuen Tatendrang für die letzten Kilometer zum Ziel. Denn soeben haben die Teilnehmer der Wallauer Grenzwanderung den mühsamsten und kräftezehrendsten Anstieg der Gemarkungslinie gemeistert: Mehr als zwanzig Minuten geht es teilweise auf allen vieren den steilen Berghang hinauf, erst nach mehr als einer halben Stunde ist schließlich der Hochpunkt der Etappe erreicht und es beginnt der vergnügliche Abstieg ins Tal, zum Rastplatz am „Bellinghäuser Weiher“.

Rückblick: Am frühen Samstagmorgen machten sich 367 Grenzgänger - Ortsvorsteher Thomas Mayerle zählte die Teilnehmer an der ersten Engstelle - von einem Firmenparkplatz an der Landesgrenze zu Niederlaasphe auf das letzte Stück der dreiteiligen Grenzwanderung, die anlässlich der 725-Jahr-Feier des Dorfes stattfand.

Die erste Etappe mit „Blick ins Wittgensteiner Land“ absolvierten die Wallauer im Frühjahr und die zweite „auf Schritt und Tritt mit Weifenbach“ im Sommer (die OP berichtete). Diesmal wandelten die Grenzgänger „auf den Spuren des Heckelchersch Fuchs“ entlang der südöstlichen Grenzabschnitte zu Breidenstein, Ludwigshütte und Weifenbach.

Bei der dritte und letzten Etappe des Wallauer Grenzgangs im Jubiläumsjahr wandelten die Teilnehmer "auf den Spuren des Heckelchersch Fuchs". Foto: Benedikt Bernshausen

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Arbeiten dauerten seit 2 Jahren an

An der Seite vieler Gäste aus den umliegenden Orten überquerten die Wallauer zuerst die Lahn, folgten danach der Ludwig-Grebe-Straße, kreuzten die Bundesstraße 253, stapften durch das knöchelhohe feuchte Gras „in der Beige“ und stiegen durch dunkle Wälder hinauf zur Schutzhütte, wo Mitarbeiter der Firma Weber - der des Schirmherren Günther Weber - Erfrischungsgetränke anboten.

Von dort führte die Route durch das legendäre Heckelche, wo der Sage nach das Wallauer Wappentier, der „Heckelchersch Fuchs“, einst sein Unwesen getrieben haben soll. Einen Auf- und einen Abstieg (Kleiner Kahn) später erreichten die Teilnehmer die Grenze zu Ludwigshütte, überquerten auf einer provisorischen Brücke, die der THW-Ortsverband Biedenkopf errichtet hatte, erneut die Lahn und standen alsbald am Fuße des Kleebergs. Und dort, auf dem Festplatz Bellinghausen, feierten zur Musik der Weifenbacher Musikanten bis in den frühen Abend hinein schließlich mehr als 500 Gäste im warmen Sonnenschein unter wolkenlosem Himmel den Abschluss der Grenzwanderungen.

Beate Gerhard, die Vorsitzende des Jubiläumsvereins, lässt ihren Blick über die fröhliche Menschenmenge streifen. „Das ist eine tolle Bestätigung für uns: Wir sehen es als Dank an, dass so viele Leute hier sind“, sagt sie stolz und lobt die Arbeitsgruppe „Wandern“ für deren hervorragende Vorbereitungen aller drei Wanderungen.

Die Arbeiten zum ersten Grenzgang der jüngeren Wallauer Geschichte begannen schon im Herbst vor zwei Jahren, erinnert AG-Sprecher Dirk Simmer. Gemeinsam suchten die zwölf Mitglieder im Gelände die exakte Grenzlinie, schnitten Wege frei, markierten die Route und terminierten die Etappen - die schweren im Frühjahr und Herbst, die leichte im Hochsommer. Ob der großen Resonanz bei den Grenzgängen ist eine Wiederholung der Aktion im Gespräch. „Tatsächlich gibt es dazu bereits erste Denkanstöße“, verrät Simmer.

von Benedikt Bernshausen

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