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Zum Jahresende soll der Strom fließen

Windparks Weißen- und Schwarzenberg im Zeitplan Zum Jahresende soll der Strom fließen

Während die Planer der Windparks im Hinterland guter Hoffnung sind, ist weiterhin offen, ob es auch auf dem Hemmerich 
zwischen Lohra und 
 Gladenbach Windräder geben wird.

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Die Luftaufnahme zeigt die Windparkbaustelle auf dem Schwarzenberg. Links dahinter ist Breidenbach, rechts sind Breidenstein und Wallau, dahinter Bad Laasphe zu sehen. Am Horizont sind die Anlagen auf Laaspher Gebiet zu erkennen.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Den Kampf am Hilsberg hat die Bürgerinitiative Holzhausen verloren, dennoch begleiten die Mitglieder kritisch den Bau weiterer Windparks. So bringen sie Fotografien als Mahnmale einer verfehlten Grünen-Windradpolitik in Umlauf, dokumentieren damit zum Beispiel den Bau und den damit verbundenen Eingriff in die Wälder am Schwarzenberg und am Weißenberg.

In dem Dreieck der Gemeinden Dautphetal, Breidenbach und der Stadt Biedenkopf werden insgesamt 12 Anlagen entstehen, und dabei läuft alles nach Plan. Ein paar Tage sei die Baustelle auf dem Schwarzenberg dem Zeitplan voraus, erklärt Breidenbachs Bürgermeister Christoph Felkl. Mit dem Baufortschritt und diesem kleinen Puffer sei man „ganz zufrieden“, könne es doch auf Baustellen witterungsbedingt immer noch zu Verzögerungen kommen.

Vor allem bei der Montage der Flügel bekommen die Planer oft Sorgenfalten, weil diese bei Windgeschwindigkeiten von mehr als fünf Metern pro Sekunde in rund 150 Metern Höhe vom Kranführer nicht mehr punktgenau zum Andocken bereitgestellt werden können. Ob des derzeit guten Baufortschritts ist Felkl zuversichtlich, dass die sechs Anlagen des Herstellers Nordex wie geplant zum Jahresende ans Netz gehen.

Denselben Zielhorizont haben die Planer des Windparks auf dem in Sichtweite liegenden Weißenberg ( Fotos: Fain/privat). Dort entstehen fünf Anlagen auf Dautphetaler und eine auf Biedenkopfer Gemarkung. „Sehr zufrieden“, äußert sich Alexander Kern, Prokurist der Hoffmann-Gruppe, über den Baufortschritt. Rund eine Woche sei man mit dem Baufortschritt dem Zeitplan voraus.

Auch dieser Puffer kommt den Planern gut gelegen, zum einen wegen der schon erwähnten Unwägbarkeiten bei der Flügelmontage, zum anderen mache der andauernde Regen gerade die Wege weich, sodass diese immer wieder präpariert werden müssen, um das schwere Material zu den einzelnen Standorten transportieren zu können.

An zwei der sechs Standorten läuft schon der Turmbau, die Rümpfe sind von Weitem über den Baumwipfeln zu sehen. Kern rechnet damit, dass die erste Windkraftanlage auf dem Weißenberg im September in Betrieb geht, der Park zum Jahresende fertiggestellt sein wird.

Von einem solchen Zieleinlauf ist die Bürgerwind Gladenbach noch weit entfernt. Zurzeit stehe man kurz vor dem Ende der Vollständigkeitsprüfung der eingereichten Unterlagen für die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für den Windpark am Landratskreuz bei Rachelshausen, erklärt Joachim Wirlemann.

Da es aber von der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium in Gießen, keine Nachfragen im größeren Umfang gegeben habe, rechnet er „bis Ende des Jahres“ mit der BImSchG-Genehmigung für den Bau der drei Anlagen.

Die Finanzierung, so Wirlemann, könnte von den Genossenschaften Bürgerenergie Salzbödetal und Marburg-Biedenkopf „gestemmt werden“. Offen ist laut Wirlemann dagegen noch, was auf und rund um den Hemmerich beim Lohraer Ortsteil Rodenhausen geschehen wird.

Hemmerich: Weder Antrag noch Entscheidung

Mit dem Anlagenhersteller Enercon und dem Projektierer Axma müsse bewertet werden, wie sich die Neuregelung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes auf die Pläne auswirkt. Die drei Gesellschaften wollten auf dem Hemmerich und dem Teufelsberg bei Seelbach neun Windkraftanlagen errichten und betreiben.

„Gebaut wird auf alle Fälle“, ist Wirlemann zuversichtlich. Die Frage sei nur, wie viele Anlagen entstehen werden. Um dies zu klären, müssten einige Untersuchungen erneut erfolgen. Vor Ende 2017 werde deshalb nichts feststehen.

  • Die Hoffmann-Gruppe gewährt beim „Tag der offenen Baustelle“ am Samstag, 2. Juli, einen Einblick in das Baugeschehen. Von 11 bis 15 Uhr bringt ein Shuttlebus die Gäste vom Sportheim des SV Silberg, der dort einen Imbiss und Getränke bereithält, zu den Standorten 5 und 4 bei der Logistikfläche.

von Gianfranco Fain

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