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Zukunft des Hartenroder Dorfladens ist ungewiss

Dorfladen Zukunft des Hartenroder Dorfladens ist ungewiss

Auf 40 Quadratmetern bietet "s‘ Lädchen" in Hartenrod seit 2009 Waren für den täglichen Bedarf an.

Hartenrod. Im Laden arbeiten drei Mitarbeiter in Teilzeit und vier Menschen mit Behinderungen. Nun stellt sich für den Betreiber, das Lebenshilfewerk in Marburg, die Frage nach der Wirtschaftlichkeit des Ladens. Nach Angaben von Vorstandssprecher Wolfgang Zöller ist die Verkaufsfläche zu klein, um Gewinne erwirtschaften zu können. „Wir geben uns Mühe, das Angebot zu erhalten. Aber es sieht kritisch aus“, bestätigte er. Das Lebenshilfewerk sucht nach einem alternativen Standort in der näheren Umgebung. Entscheidend sei aber, dass der Laden kostendeckend betrieben werden kann und keine Verluste mehr erwirtschaftet.

Die Hartenroderin Ellen Bamberger beobachtet die sich abzeichnende Entwicklung mit großer Sorge. „s‘ Lädchen“ biete insbesondere für ältere, nichtmotorisierte Mitbürger eine kundennahe Einkaufsmöglichkeit. Sie bestätigt zwar, dass die Ladenfläche sehr beengt und demnach für ein breiteres Warenangebot nicht weiter ausbaufähig sei. Aber: „Das Angebot reicht für den täglichen Bedarf“, meint sie. Dass sich der Kundenstamm nur zögerlich erweitert, liegt ihres Erachtens an der fehlenden Außenpräsenz - sprich der Werbung.

Gerüchten zufolge kommt als Alternativstandort die leer stehende ehemalige Schleckerfiliale in Betracht. Dass dort mehr Laufkundschaft einkaufen wird, hält Bamberger für unwahrscheinlich. Denn der Laden befindet sich nicht im Ortskern, sondern in Ortsrandlage. Es steht aber weder ein Zeitpunkt für den Umzug, noch für eine mögliche Schließung fest. Wenn es nach Bamberger geht, dann soll die Einkaufsmöglichkeit für die 2800 Einwohner erhalten blieben.

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