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Zukunft des Eiermalens ist gesichert

Ostermarkt Zukunft des Eiermalens ist gesichert

Klein aber fein präsentierte sich der traditionelle Ostereiermarkt, den der Heimat- und Verschönerungsverein Friedensdorf am Wochenende zum 14. Mal im Bürgerhaus veranstaltete. Dort zeigten die 17-jährige Rahel Haber und ihre 16-jährige Freundin Kristin Holighaus, dass die traditionelle Osterschmuck-Fertigung nicht in Vergessenheit geraten wird.

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Während sich Tim Tauscher über die bunten Eier, die seine Mutter Anke Tauscher gestaltet hatte.

Quelle: Ingrid Lang

Friedensdorf. An den insgesamt 33 Ständen boten die Aussteller ein breites Spektrum ihrer Handwerkskunst, zu denen überwiegend verschieden dekorierte Ostereier zählten. Bevor die Besucher den Markt im Inneren des Bürgerhauses betraten, gingen sie vor dem Eingang an Ständen mit heller Keramik, Obst-, Brot-, Flaschen-, Einkaufskörbe, handgefertigte Puppenwagen aus Korbgeflecht und selbst gemachter Marmelade, die es zum Probieren gab, vorbei.

Der Heimat- und Verschönerungsverein bot den Besuchern, die schon am Samstag zahlreich auf den Ostermarkt strömten, nicht nur Dekoratives, sondern auch viele Gaumenfreuden an. Den Friedensdorfern Hobbykünstlern konnte man ebenso

wie den anderen Eiermalern beim Anfertigen der kleinen oder auch größeren Kunstwerke in den unterschiedlichsten Motiven über die Schulter schauen. Ob die Eier mit Muster, Jahreslosung oder Sprüche verziert wurden war gleich, denn jeder Künstler gibt seinem Kunstwerk eine individuelle Note.

Einem Glasbläser, einem Künstler, der Schmuck aus Omas Silberbestecken fertigt, oder einer Perlenstickerin, die winzig kleine Perlen aufreiht und diese auf Eiern befestigt, galt es bei ihren Arbeiten zu bewundern.

Während Wilfried Orth von der Volkskunstgilde das Spinnrad betätigte, waren zwei junge Hobbykünstlerinnen an seinem Stand damit beschäftigt, Wachs auf die Eier aufzutragen. Die 17-jährige Rahel Haber begann mit 10 Jahren in der Grundschule mit den ersten Versuchen des Eiermalens. Seit 2 Jahren versucht sich auch die 16-jährige Freundin Kristin Holighaus in der Wachsbatiktechnik.

Orth ist erfreut über das Interesse der jungen Künstler und betonte, dass die kleinen Kunstwerke der jungen Frauen immer besser werden und damit die Nachfolge des Eiermalens gesichert sei.

An den weiteren Ständen wurden handgesiedete Seifen, kunstvolle Töpferware, Hessenstickerei, Glückwunschkarten, österliche Dekorationen, Trachten- und Künstlerpuppen, filigrane Holzkunst, Modeschmuck, Osterhasen, Teddybären, Schäfchen, Thüringer Räucherkäse im Wachsmantel, aber auch Liköre angeboten. Zudem arrangierte Doris Brandt-Füssel Frühlingsblüher wie kleine Narzissen in dekorativen Taschen. Wer sich nicht gleich entscheiden konnte, der konnte sich eine Pause bei einer Tasse Kaffee und selbst gebackenem Kuchen von den Mitgliedern des Heimatvereins gönnen.

Zufrieden mit dem Besuch ist die Vorsitzende Annette Gerlach. Ein gemeinsames Eierbacken in der Schutzhütte, wo sich alle Aussteller mit dem Veranstalter treffen, rundete den ersten Tag der Ausstellung ab.

von Ingrid Lang

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