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Zukünftiges Dekanat nimmt Formen an

Neuordnung der Gebiete im "Dekanat der Regionen" Zukünftiges Dekanat nimmt Formen an

Das neue Dekanat, das bis zum Jahr 2016 durch den Zusammenschluss der evangelischen Dekanate Biedenkopf und Gladenbach entstehen soll, wird allmählich konkreter.

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Die bisherigen Dekanate haben ihren jeweiligen Sitz in Gladenbach (links) und in Biedenkopf. Wo nach der Fusion das neu gebildete Dekanat seinen Sitz haben wird, steht noch nicht fest.Fotos: Silke Pfeifer-Sternke/Benedikt Bernshausen

Wallau. Über den aktuellen Stand der Fusionsgespräche informierte Präses Liesel Hallenberger während der Synodentagung des evangelisch-lutherischen Dekanats Biedenkopf, die am Freitag in Wallau stattfand. Darüber berichtet Klaus Kordesch, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Dekanate zuständig ist, der OP: Damit das neue Dekanat trotz der Ausdehnung von Wetzlar bis am Rande des Sauerlands effektiv sei, sollen sogenannte Regionen gebildet werden. Diese zumeist auch historisch verbundenen Gebiete werden die Kirchenvorstände mit den Dekanatssynodalvorständen definieren. Allerdings gebe es im „Dekanat der Regionen“ noch Überschneidungen, zum Beispiel in Dautphetal.

Innerhalb der Regionen sollen doppelt vorhandene Angebote zusammengeführt werden und die Geistlichen intensiver zusammenarbeiten. Zwar sollen die „Regionen“ keine neue organisatorische Einheit oder gar Mini-Dekanate sein, werden jedoch bei der Aufteilung der Pädagogenstellen und als Bemessungsraum für das Planen von Stellen und Zuweisungen von Bedeutung sein.

Als erstes Projekt der Zusammenarbeit in der Region „ Oberes Edertal“ stellte Hallenberger das Gemeindebüro von acht Kirchengemeinden im Einkaufszentrum Battenfeld vor.

Sitz des neuen Dekanats ist noch offen

Die Synode des Gladenbacher Dekanats tagte parallel. Im Dekanat wird die Arbeit in Regionen schon seit acht Jahren praktiziert und soll im Zuge der Fusion auf eine neue Qualitätsstufe gehoben werden, erklärt Dekan Matthias Ullrich. Die Ziele sind, die Zusammenarbeit der Gemeinden zu stärken und gemeinsame Projekte voranzubringen.

Wie es mit der Fusion weitergeht, sollen die Dekanatssynodalvorstände mit zwölf „Arbeits-paketen“ festlegen. Themen sind zum Beispiel die Dekanewahl, der Vereinigungsvertrag und der Name für das neue Dekanat. Völlig offen ist zum Beispiel auch der Sitz des neuen Dekanats, das ungefähr die Fläche des Altkreises Biedenkopf haben wird und somit kein großes Zentrum aufweist, sondern über zwei Kleinstädte verfügt: Biedenkopf im Norden und Gladenbach im Süden. Auch die Entscheidung über den künftigen Sitz, soll im Laufe dieses Jahres fallen.

Bis 2020 fallen im Dekanat 6,25 Pfarrstellen weg

Neben der Fusion kommen auf die bisherigen Dekanate weitere Veränderungen zu. So wird Biedenkopf bis zum Jahr 2015 anderthalb Pfarrstellen verlieren. Die Gründe dafür seien die rückläufigen Einnahmen aus Kirchensteuern aufgrund der demographisch bedingten Minderung der Zahl der Kirchenmitglieder, erläutert Dekan Gerhard Failing.

Die vorgegebenen Sparziele sollen mit dem Kürzen der Pfarrstelle in Wolzhausen auf eine halbe Stelle, dem Wegfall seines Gemeindeanteils in Biedenkopf nach der Dekanatsfusion und dem Streichen der halben Pfarrstelle in Dodenau erreicht werden. Bis 2020 müsse noch eine weitere Stelle entfallen.

Schwerer trifft es Gladenbach, weil für das dichter besiedelte Gebiet ein schlechterer Verteilerschlüssel als für Biedenkopf zum Tragen kommt. Bis zum Jahr 2020 müssen laut Ullrich 3,75 Pfarrstellen entfallen. Es sei zwar schon mit allen Gemeinden gesprochen worden, doch da noch kein offizieller Beschluss getroffen ist, kann Ullrich keine Pfarrstellen nennen, die betroffen sein werden.

von Gianfranco Fain

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