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Zucker, Öl und Dosen für 23.000 Euro

Spenden für Kosovo Zucker, Öl und Dosen für 23.000 Euro

21 Tonnen Lebensmittel und Kleidung sind auf dem Weg nach Priština 
im Kosovo, zudem jede Menge Möbel und 
Geschirr. Absender ist 
die evangelische Kirchengemeinde Oberdieten/Niederdieten/Achenbach.

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Auf zwei solcher Verpackungsstraßen befüllten Helfer Kartons mit den gekauften Lebensmitteln, die für Bedürftige im kosovarischen Priština bestimmt sind.

Quelle: Sascha Valentin

Oberdieten. Auch wenn der Krieg im Kosovo mehr als 17 Jahre zurückliegt: Die Menschen hätten noch immer mit den Folgen zu kämpfen, schreibt Vjollca Racaj. Ihre Kirchengemeinde kümmert sich vor allem um die Menschen am Rande der Gesellschaft. Die Lebensmittelpakete aus Deutschland sicherten für viele Familien über einen langen Zeitraum die Lebensgrundlage, schreibt Racaj.

Beeindruckend ist die Summe der Spendengelder, die in den vergangenen Monaten für das Projekt zusammenkam: 23.000 Euro. Das teilt Heinz Dilling mit, der die Hilfsgüterlieferung zusammen mit seinem Bruder Albert federführend organisiert.

Die Unterstützung der Bürger aus der Gemeinde, aber auch aus den umliegenden Orten sei nach wie vor immens, sagt Dilling. Regelmäßige Hilfsgüterlieferungen aus Oberdieten gibt es seit mehr als 25 Jahren. Anfangs gingen die Lieferungen laut Dilling an ein Kinderheim in Albanien. Nachdem sich die Situation der Menschen dort gebessert habe, habe man einen neuen Empfänger gewählt, die christliche Kirchengemeinde in ­Priština.

Dass beim Verteilen der Hilfsgüter alles mit rechten Dingen abläuft, davon haben sich die Brüder Dilling sowie Peter Hofmann und Adam Becker im vergangenen Jahr selbst überzeugt. Sie haben die Gemeinde in Priština besucht und berichteten von der Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, mit der die Güter an Bedürftige ausgegeben ­werden.

Mehl wird nicht geliefert – es ist vor Ort günstiger

So wurden etwa Hausbesuche unternommen, um zu sehen, was Familien am dringendsten benötigen, und ein Kleiderladen eingerichtet, in dem die gespendeten Kleidungsstücke günstig erworben werden können. Zudem werden Nähkurse angeboten, und die Gemeinde hat ­einen Kindergarten eingerichtet.

Für die jüngste Hilfsgüterlieferung hat die Kirchengemeinde im Hinterland das Feuerwehrgerätehaus in Oberdieten wieder in eine Verpackungsstation verwandelt. An zwei Verpackungsstraßen befüllten Helfer Kartons jeweils mit derselben Menge an Lebensmitteln, die für die Spendensumme beim heimischen Supermarkt eingekauft wurden: 18,5 Kilogramm pro Paket. Eingepackt wurden Margarine, Milchreis, Nudeln, Obst in Büchsen, Zucker, Butterkekse, Honig, Schokolade und auch jeweils eine Ausgabe des Neuen Testaments.

Nur auf Mehl haben die Helfer in diesem Jahr verzichtet. Das sei in Priština günstiger, sagte Heinz Dilling. Deswegen werde es von Spendengeldern vor Ort gekauft. Während das Befüllen der Kartons vornehmlich Frauen übernahmen, kümmerten sich Männer um den Nachschub an Kartons. Diese mussten mit Hand und Kleberolle zusammengesetzt werden.

Unter den Männern, die sich dem Bau der Kartons widmeten, war auch Breidenbachs Bürgermeister Christoph Felkl (SPD). Die gefüllten Kartons wurden auf Paletten in Lastwagen verladen, die die Auslandshilfe der Freien evangelischen Gemeinden für den Transport in den Kosovo bereitgestellt hat. Insgesamt waren es 750 Pakete.

von Sascha Valentin

 
 
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