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Zu viele Raser in der Schwimmbadstraße

Ortsbeirat schlägt Alarm Zu viele Raser in der Schwimmbadstraße

In der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Kirchvers sprach Ortsvorsteher Markus Hemberger über den demographischen Wandel im Ort. Er glaubt, dass der Wegzug zu stoppen ist, wenn die Infrastruktur stimmt.

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Eine Verkehrsberuhigung, zum Beispiel mit einer Tempo-30-Zone, fordert der Ortsbeirat von Kirchvers für die Schwimmbadstraße, in der viele Autofahrer zu schnell unterwegs sind.

Quelle: Archiv

Kirchvers. Der Häuserleerstand im Ortskern sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass der demographische Wandel das Gesicht der Südkreisgemeinde 
verändert, erklärte Ortsvor­steher Markus Hemberger. Geschäfte vor Ort, ein intaktes Vereinsleben und ein attraktives Angebot des öffentlichen 
Personennahverkehrs (ÖPNV) seien unabdingbar, um den Wegzug von jungen Menschen zu stoppen und Älteren eine Perspektive zu bieten, im Dorf wohnen zu bleiben.

Hemberger sprach über die Busbeförderung der Linien 37 und 38 Richtung Lohra und Marburg sowie über die Linie 43 Richtung Gießen. 2017 gibt es einen neuen Verkehrsplan des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr), und es gelte für Kirchvers unbedingt die Linie 43 nach Gießen zu erhalten. Kirchvers sei traditionell nach Gießen orientiert, was Arzt­besuche, Einkaufsverhalten und den Schulbesuch der Kinder 
betreffe.

Kurz hinter Kirchvers Richtung Krumbach liegt die Landkreisgrenze und der Kreis Gießen habe offenbar kein Interesse an der Buslinie und wolle sich auch finanziell nicht daran beteiligen. Auch wenn er nach der Kommunalwahl im März 2016 nicht mehr Ortsvorsteher sei, wolle er sich zukünftig für die Erhaltung eines attraktiven ÖPNV-Angebots einsetzen, sagte Hemberger.

Autofahrer gefährden Spaziergänger

Weiter sprach der Ortsvorsteher über die Wanderwege rund um Kirchvers. Da gibt es die 
Extratour „Schau ins Land“, den Elisabethpfad, einen Pilgerweg, der an Kirchvers vorbeiführt, und den Rundwanderweg.

Weiter gibt es den Frankenbacher Weg, der offiziell ein landwirtschaftlicher Weg ist, aber von vielen Autofahrern als Abkürzung nach Frankenbach benutzt wird. Für Landwirtschaft und Spaziergänger stellen die oft mit erheblichem Tempo fahrenden Autofahrer eine Gefährdung dar. Der Ortsbeirat forderte einstimmig den Gemeindevorstand 
dazu auf, Kontrollen gegen die illegalen Autofahrer auf diesem Weg vorzunehmen.

Weiter teilte Hemberger mit, dass Geschwindigkeitsmessungen in der Schwimmbadstraße ergeben haben, dass 50 Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs sind. Der Ortsbeirat fordert deshalb geeignete Verkehrsberuhigungsmaßnahmen.

von Anita Ruprecht

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