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Zielgruppe bleibt der Zollbuche fern

Polizeikontrolle auf der B 255 Zielgruppe bleibt der Zollbuche fern

Kaum Motorradfahrer, 
dafür 25 zu schnelle 
Autofahrer und einen Lastwagen, der zu 
schwer und zu lang war, registrierten Polizisten 
am Samstag bei einer 
Verkehrskontrolle.

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Auch bei einer Verkehrskontrolle müssen fröhliche Gesichter nicht ausbleiben.

Quelle: Michael Hoffsteter

Gladenbach. Wie Polizeisprecher Martin Ahlich berichtet, hatten die Regionalen Verkehrsdienste Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf am Samstag an der Zollbuche reine Zweiradkontrollen geplant. Die Witterung mit Regen und maximal fünf Grad ließ aber die Zweiradfahrer ausbleiben. In den rund fünf Stunden der Kontrollaktion passierten nur fünf Kradfahrer die Strecke. Diese hielten sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung und gaben auch bei der technischen Überprüfung keinen Anlass zu Beanstandungen.

Die Ausweitung der Aktion zwischen Niederweidbach und der Zollbuche zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle ergab 25 Bußgelder wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen durch 25 Autofahrer, zwei davon mit Anhänger. Der schnellste von ihnen unterbot mit einer gemessenen Geschwindigkeit von 145 Kilometern pro Stunde knapp ganz knapp die Grenze zu einem Fahrverbot.

Holztransporter verursacht aufwendige Überprüfung

Viel langsamer fuhr dagegen ein Lastwagenfahrer, dessen Holztransporter aber wegen seiner Länge den Polizisten besonders auffiel. Sie vermuteten nicht nur eine Längenüberschreitung, sondern auch eine Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts. Allein die Überprüfung dieses Fahrzeugs sollte die Polizisten beschäftigen und wird dem Fuhrunternehmer vermutlich eine vierstellige Geldbuße einbringen. Wie sich nämlich auf der Brückenwaage in Dillenburg herausstellte, wogen Zugmaschine, Nachläufer und das Langholz zusammen 58 Tonnen und somit 18 Tonnen oder 45 Prozent mehr als erlaubt.

Um das tatsächliche Gewicht zu ermitteln, mussten die Baumstämme erst abgeladen, die Achsabstände zwischen Zugmaschine und Nachläufer verkürzt und dann die Stämme wieder aufgeladen werden. Erst dann passte der Transporter auf die Waage. In der ursprünglichen Zusammenstellung war das Gespann mit 25,50 Meter selbst für eine Ausnahmegenehmigung um einen halben Meter zu lang, regulär dürfen es 20,75 Meter sein. „Die Weiterfahrt erforderte also neben der Reduzierung des Gewichts auch eine Kürzung der Ladung“, erklärt Ahlich.

Solche Verstöße scheinen durchaus oft vorzukommen. Wie Ahlich berichtet, zog der Verkehrsdienst Lahn-Dill am Freitag einen mit Erdaushub überladenen Laster aus dem Verkehr. Das zulässige Gesamtgewicht von 7 490 Kilogramm war mit gewogenen 11.100 Kilogramm um 47,70 Prozent überschritten. Auch in diesem Fall war das Gewicht durch Abladen zu reduzieren, bevor die Weiterfahrt zugelassen wurde. Gegen den Fahrer und den Fahrzeughalter laufen jetzt Ordnungswidrigkeitsverfahren, die zu vermutlich dreistelligen Bußgeldern führen, ergänzt Ahlich.

von Gianfranco Fain

 
Wenig zu lachen hatte der Fahrer eines Langholztransporters. Das Gefährt wurde wegen Überlänge und Überladung vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Foto: Polizei
 
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