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Zeichen stehen auf weiteres Wachstum

Zeichen stehen auf weiteres Wachstum

Höhere Gewerbesteuereinnahmen, Bautätigkeit der Unternehmen und Verhandlungen mit 
Interessenten sind nur drei gute Nachrichten aus dem Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal.

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Der Gewerbepark Salzbödetal ist nun leichter zu finden. Das Hinweisschild ist am Abzweig von der B 255 schon angebracht.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Positive Mitteilungen über die Entwicklung des von Bad Endbach, Gladenbach und Lohra betriebenen Gewerbeparks Salzbödetal vermeldete Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer als Verbandsvorsteher zu Beginn der konstituierenden Verbandsversammlung am Dienstagnachmittag im Bürgerhaus Lohra.

Die im Gewerbegebiet angesiedelten Betriebe, das zwischen dem Gladenbacher Stadtteil Mornshausen und Lohra liegt, werden in diesem Jahr mehr an Gewerbesteuer zahlen, als im Haushaltsplan vorgesehen ist. Das Plus von rund 775.000 Euro, der die Gesamterträge auf rund 1,1 Millionen Euro hebt, macht einen Nachtragshaushalt erforderlich. Nach Abzug aller Aufwendungen verbleibt ein Plus von rund 883.000 Euro. Im Jahr 2015 waren es 529.000 Euro. „Ein schöner Zustand“, meinte Kremer.

„Der Gewerbepark sei ein 
Segen für die Kommunen, auch wenn es am Anfang zäh lief“, meinte der wiedergewählte Vorsitzende der Verbandsversammlung, Werner Waßmuth. Man könne sich glücklich schätzen, weil im Landkreis kein Gewerbegebiet so frequentiert sei, wie das im Salzbödetal.

Wie es um den Gewerbepark steht, darüber gab der Bericht von Geschäftsführer Lars Plitt Aufschluss. Nach jahrelangen Bemühungen seien endlich die Wegweiser da. Am Abzweig der B 255 ist er schon angebracht, in Mornshausen werde dies geschehen, sobald das in die richtige Richtung zeigende Schild nachgeliefert wird. Im Gewerbepark sind auf Drängen der Unternehmen drei Verkehrsspiegel gesetzt, um die Ausfahrt von den Grundstücken zu erleichtern und demnächst werde wohl ein privates Unternehmen die Pflege der Rinnplatten und Gehwege übernehmen.

Firma Hof investiert rund 1,2 Millionen Euro in Halle

Nachdem ein metallverarbeitender Betrieb aus Aßlar den Kauf eines Grundstücks absagte, weil nur knapp die Hälfte der Belegschaft den Ortswechsel mitgegangen wäre, verhandelt der Geschäftsführer mit zwei Unternehmen. Da allerdings sowohl ein Baustoffhandel als auch ein Automobilhandel fördermittelschädlich seien, müsse über einen um rund 5 Euro höheren Verkaufspreis pro Quadratmeter als bisher üblich verhandelt werden.

Zu den Förderbedingungen der Hessischen Landgesellschaft gehört nämlich, dass es sich um produzierendes Gewerbe oder solches aus Dienstleistung und Handel mit überregionaler Bedeutung handeln muss. Aus diesem Grund erhalte ein Betreiber von Fotovoltaikanlagen eine Absage. Die Fördermittelrückzahlung für die rund 12.300 und 8300 Quadratmeter großen Grundstücke würde etwa 75.000 Euro betragen.

Von der rund 16 Hektar großen Fläche des 
Gewerbeparks sind bisher 7,1 Hektar verkauft. Die größten Flächen beanspruchen die Firmen Hof Sonderanlagenbau, Optima Pharma und der Werkzeughersteller ACS Germany. Auch über diese Unternehmen konnte Plitt positives vermelden. Optima baue ein Lagerzelt zu einer Produktionshalle um, die Firma Hof errichte eine neue Halle.

Wie Inhaber Hans-Georg Hof der OP erläutert, handelt es sich bei dem Projekt um eine Lagerhalle ( Foto: Fain) , die rund 1,2 Millionen Euro kostet. Sie wird mit zwei Zehn-Tonnen-Kränen bestückt und in etwa so groß sein, wie ein halbes Fußballfeld. Die zusätzliche Lagerfläche ermöglicht, im bisherigen Gebäude die Fertigungsfläche zu erweitern.

Direkten Einfluss auf die Zahl von aktuell 272 Arbeitnehmern habe die in die Zukunft gerichtete Investition nicht, doch ebenso auf die Entwicklung des Unternehmens sei die Aufnahme von zwei weiteren Ausbildungsberufen ausgerichtet. Neben der kaufmännischen Linie und der Ausbildung im elektrischen Bereich werden bei Hof nun auch junge Menschen zum Kältetechniker und Anlagenmechaniker ausgebildet. Sieben neue Auszubildende hat das Unternehmen zum August eingestellt.

Die strategische Planung der Firma Hof geht über das Gewerbegebiet hinaus. Für das Firmengelände in Lohra ist ein Bauantrag für die Errichtung einer weiteren Halle gestellt.

von Gianfranco Fain

Wahlen
Zum Vorsitzenden der Verbandsversammlung des Interkommunalen Gewerbeparks Salzbödetal wählten die Mitglieder erneut Werner Waßmuth aus Lohra. Sein Stellvertreter ist der Gladenbacher Robby Jahnke. Als Schriftführer agiert Lars Plitt von der Lohraer Verwaltung.
 
 
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