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Wunschhäuschen 
für Bushaltestellen

Zehn Ortsbeiräte melden Bedarf an Wunschhäuschen 
für Bushaltestellen

Die Nachfrage­ oder die Wünsche sind da, aber ob deren Weckung auch in ­Erfüllung mündet, ist offen. An den 39 Bushaltestellen in der Gemeinde Dautphetal stehen 22 Wartehäuschen, manche nagelneu, andere in traurigem Zustand und dann gibt es noch 17 Freiluft-Haltestellen.

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Quelle: Gila Hanssen / pixelio.de

Dautphetal. Diesen Gesamtzustand nahm die SPD-Fraktion der Gemeindevertretung zum Anlass, in der Juni-Sitzung einen Prüfantrag zu stellen. Der Gemeindevorstand sollte die Möglichkeiten einer Finanzierung sowie den Bedarf ermitteln.

In der November-Sitzung fragte Lothar Becker nach den ­Ergebnissen, die Bürgermeister Bernd Schmidt vortrug. „Von Seiten der Ortsbeiräte wird die Errichtung von zehn neuen Wartehäuschen als sinnvoll vorgetragen“, fasste Schmidt das Ergebnis einer Befragung zusammen. Zudem solle ein weiteres vergrößert werden.

Für fünf der Wunschhäuschen müsste die Gemeinde Grundstücke kaufen. Das zu vergrößernde Wartehäuschen steht auf Privatgrund, dementsprechend müssten „weitere Vereinbarungen getroffen werden“, so der Bürgermeister.

Problem mit Grundstücksgrenzen und Geldmangel

Bei drei weiteren Wunschhäusern müsste­ sich die Gemeinde mit den Grundstückseigentümern, die Bundesrepublik und das Land Hessen, abstimmen. Und bei vier der zehn Wunschhäusern müsste ein erhöhter baulicher Aufwand erfolgen, zum Beispiel Winkelstützmauern gesetzt oder private Grundstücksmauer versetzt werden.

Die Befragten Ortsbeiräte hätten in drei Fällen selbst festgestellt, dass die Errichtung eines Buswartehäuschens an den örtlichen Gegebenheiten oder der fehlenden Verkaufsbereitschaft der Eigentümer scheitert.

Und dann wäre da noch der ­finanzielle Aspekt. Je nach Ausführung würden für den Bau ­eines Wartehäuschens 7000 bis 10.000 Euro fällig. Gegebenenfalls sei der Erhalt einer Förderung möglich, eventuell in interkommunaler Zusammenarbeit. Dies müsse aber noch näher geprüft werden. Zudem entstünden noch Kosten für den Grunderwerb, die Vermessung und das Begradigen des Geländes.

Die Gemeindevertreter nahmen die Erläuterungen des Sprechers des Gemeindevorstands zur Kenntnis. Ob die Beantwortung der Anfrage irgendwelche baulichen Tätigkeiten nach sich ziehen wird, blieb ­offen. In der Vergangenheit unterstützten RNV und der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Erneuerung von Buswartehäuschen.

von Gianfranco Fain

 
 
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