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Wühlarbeiten an der Innenstadtinsel

Stadtplanung Wühlarbeiten an der Innenstadtinsel

Kurz vor der Ziellinie sind sowohl die Arbeiten am letzten fehlenden Mosaikstück für die Innenstadtinsel als auch der zur Klärung der Mehrkosten gebildete Akteneinsichtsausschuss.

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Am Dienstag waren Bauarbeiter mit dem Abriss eines Anbaus des Geschäftshauses an der Marktstraße beschäftigt. In dem Durchbruch entsteht ein Zugang zum Parkplatz, der sogenannten Innenstadtinsel.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Die Innenstadtinsel kommt ihrer Vollendung näher. Am Montag rückte ein Bagger an und setzte seine Schaufel zum letzten Durchstich für die Parkanlage an. Abgerissen werden eine Mauer aus Bruchstein, die in der Marktstraße zwischen dem Gebäude der Volksbank und einem Geschäftshaus errichtet war, sowie ein eingeschossiger Anbau hinter dem Geschäftshaus.

Der durch den Abriss entstehende Platz wird für die Anlage einer Fußgänger-Passage mit Ruheplätzen von der Marktstraße zum Parkplatz an der Teichstraße genutzt. Laut Bauamtsleiter Ulrich Weber werden die Bauarbeiten rund drei Wochen dauern.

Bis dahin, genau am Dienstag, 26. Mai, wird auch der Akteneinsichtsausschuss der Gladenbacher Stadtverordnetenversammlung erneut zu einer Sitzung zusammenkommen und sich weiter um eine Aufklärung bemühen, wie es zu den Mehrkosten für das Projekt gekommen ist.

Ausschuss soll Akten sichten

Die Neugestaltung der sogenannten Innenstadtinsel sollte nicht mehr als 1,2 Millionen Euro kosten. Das hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, so stand es auch im Haushaltsplan, ebenso die erwarteten Zuschüsse in Höhe von rund 800.000 Euro. Ende des vergangenen Jahres zeichnete sich aber ab, dass diese Zahlen nicht zu halten sind. Es seien Mehrkosten in Höhe von rund 150.000 Euro entstanden und die Zuschüsse seien von der kompletten statt von der zu fördernden Summe errechnet worden. Deshalb fallen sie niedriger aus als angegeben. Beides erhöht den Anteil der klammen Stadtkasse an den Baukosten.

Wer was, wann über diese Entwicklung wusste und das Parlament nicht informierte, das will der Ausschuss aufdecken, der auf Antrag der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung gebildet wurde. Dieser sichtet in mehreren Arbeitsgruppen die Unterlagen aus 25 Aktenordnern, zuletzt traf sich das Gremium in der vergangenen Woche – wie bei allen anderen bisherigen Sitzungen auch hinter verschlossenen Türen. Den Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen die Ausschussmitglieder zu Beginn ihrer konstituierenden Sitzung vor einigen Wochen.

Ergebnisse werden teilweise veröffentlicht

Die nächste Zusammenkunft ist für Dienstag, 26. Mai, terminiert. Dann wollen die Ausschussmitglieder mit dem Verfassen des Abschlussberichtes beginnen. Das bestätigte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Markus Wege der OP. Der Sozialdemokrat leitete die Sitzung am Donnerstagabend anstelle des erkrankten Vorsitzenden, dem Christdemokraten Michael Thomas. Ob eine Zusammenkunft ausreichen wird, die vorliegenden Ergebnisse in einen gemeinsam formulierten Bericht zu fassen, ist offen. Denkbar ist auch noch ein weiterer Termin.

Um was für Erkenntnisse es sich handelt, verriet Wege vor dem Hintergrund der nichtöffentlichen Sitzungen nicht. Ist der Bericht erstellt, erhalten ihn alle Stadtverordneten, danach wird er erst der Öffentlichkeit präsentiert. Jedenfalls in den für die Öffentlichkeit zulässigen Teilen, schränkt Wege ein. Vertragsdetails wie zum Beispiel Geschäftsgeheimnisse seien von einer Veröffentlichung ausgeschlossen.

Dem Akteneinsichtsausschuss gehören die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Stadtverordnetenversammlung sowie Bürgermeister Peter Kremer an. Bianka Möller-Balzer von der Kommunalaufsicht des Landkreises erfüllt die Aufgabe der Schriftführerin.

von Gianfranco Fain

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