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Wohnprojekt nimmt Formen an

Elf Häuser für altersgerechtes Wohnen Wohnprojekt nimmt Formen an

Zentrumsnahes Wohnen im Alter mit einer 
Betreuung für die 
 Dienstleistungen des 
täglichen Lebens – so soll künftig am ehemaligen Bahnhof gelebt werden.

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Lohra. Es geht voran. Für das Bauprojekt auf dem ehemaligen Bahngelände vom Bahnhofsgebäude bis zur Bushaltestelle in der Biegenstraße gibt es einen Entwurf. Fünf Doppelhäuser und ein Einfamilienhaus wollen Klaus, Frank und Peter Barth wie an der Schnur gezogen – Haus an Haus, Garage an Garage – entlang der ehemaligen Bahntrasse errichten.

Auf der einen Seite freie Sicht in das Salzbödetal, auf der anderen Seite eine Privatstraße, die das Erreichen der Häuser von der Bahnhof- und Biegenstraße aus ermöglicht. Wobei die derzeitige Höhe des Bahndamms durch L-Steine abgesichert als Schutz gegen Hochwasser erhalten bleiben soll.

„Das ist das Beste, was hier in Lohra passieren kann“

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Häuser, die jeweils auf einer Grundfläche von 9 mal 13 Metern entstehen, seniorengerecht sein werden. Das bedeutet: Wohnzimmer, Schlafgemach, Küche und Bad alles ebenerdig und barrierefrei. Zudem werden die Häuser nach dem aktuellen Stand mit Wärmedämmung versehen und 
erhalten eine Fotovoltaikanlage 
auf dem Dach, um mit eigenem Strom das Wasser zu erwärmen.

So stellten Klaus und Frank Barth am Dienstagnachmittag das Drei-Millionen-Euro-Projekt den Mitgliedern des Ortsbeirates Lohra vor. „Wir freuen uns über jedes Stück des ehemaligen Bahngeländes, das so gut genutzt wird“, sagte die Ortsbeiratsvorsitzende Elfriede Köhler begeistert. Auch Bernd Bobenau, der die Zusammenkunft des Gremiums verfolgte, stimmt ein: „Das ist das Beste, was hier in Lohra passieren kann.“

Die Zufahrt werde wahrscheinlich über eine Einbahnstraße 
 über den Vorplatz des Bahnhofsgebäudes erfolgen, erklärte Bürgermeister Georg Gaul. Das alte Gebäude nimmt eine nicht unerhebliche Rolle in den Plänen ein. Es soll nicht nur ein Gemeinschaftszentrum beherbergen, sondern später auch einen Betreuer, der für die Hausbesitzer Dienstleistungen des täglichen Lebens wie zum Beispiel Schneeschippen oder Besorgungen im nahegelegenen neuen Ortszentrum mit Einkaufsmarkt, Tankstelle und Bank erledigen.

Doch das alte Bahnhofsgebäude ist der letzte Baustein des Projekts, weil die Sanierungsarbeiten dort aufwendig sein werden und das Gebäude derzeit noch belegt ist. Im Sommer möchten die Barths schon loslegen, wenn die Bauleitplanung und die Genehmigungen der beteiligten Behörden bis dahin vorliegen. Dann könnten die Neubauten Ende 2017 bezugsfertig sein, ist Klaus Barth optimistisch. Als Erstes wird ein Doppel-Musterhaus errichtet, damit die schon vorhandenen Interessenten, sich ein besseres Bild machen können.

von Gianfranco Fain

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