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"Winterfenster" bietet gute Aussichten

Kunsthandwerksmarkt "Winterfenster" bietet gute Aussichten

Viele Hundert Besucher kamen am Sonntag zum „Winterfenster“, dem ersten Kunsthandwerksmarkt der Gladenbacher Volkstänzer im Bürgerhaus Erdhausen.

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Barbara Runzheimer hat ein passendes Geschenk gefunden.

Quelle: Hartmut Berge

Erdhausen. Der Adventsmarkt ist tot, es lebe das „Winterfenster“. So oder ähnlich hätte man die Veranstaltung am Sonntag überschreiben können.

Gladenbachs Volkstanz- und Trachtengruppe organsierte von 1982 an ihren Adventsmarkt. In diesem Jahr ist der Verein mit einem neuen Konzept von Gladenbach nach Erdhausen gezogen.

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1983 bot der traditionsreiche Verein Hobbykünstlern aus der Region erstmals in Gladenbach Gelegenheit, ihre mit viel Liebe und Geschick hergestellten Produkte einem großen Publikum zu präsentieren. Damals rekrutierte sich ein Großteil der Aussteller aus talentierten Menschen, die sich bei der Volkshochschule Fähigkeiten - wie etwa die Tiffany-Glaskunst - angeeignet hatten. Die auf dem Markt präsentierte Mischung aus Kleinkunst, Kunstgewerbe und Kunsthandwerk fand schnell Anklang.

In Glanzzeiten kamen bis zu 3.000 Besucher

Sie sind nicht nur auf dem Parkett flott unterwegs: Gladenbachs Volkstänzer können auch leckere Kuchen backen.

Quelle:

Bereits Mitte der 1980er-Jahre musste der kleine Saal im Haus des Gastes hinzugenommen werden. In den Glanzzeiten zauberten mehr als 60 Aussteller eine vorweihnachtliche Atmosphäre ins Haus des Gastes, das Jahr für Jahr von den Mitgliedern der Volkstanz- und Trachtengruppe zu diesem Anlass prächtig dekoriert wurde.

Lange Zeit wurde der Markt bereits am Freitagnachmittag eröffnet und dauerte bis Sonntagabend. 3000 Besucher und mehr zählten die Veranstalter damals. Inzwischen ist die Zahl der Konkurrenz-Märkte viel größer geworden. Und für die Saalmiete musste der Verein immer mehr zahlen: In den ersten Jahren waren 100 bis 150 Mark pro Tag fällig, da galten die Veranstalter noch als kulturtreibender Verein, zuletzt zahlten die Volkstänzer rund 1000 Euro, weil der Markt auch eine Verkaufsveranstaltung ist.

Märkte im Haus des Gastes für Verein unrentabel

Zudem gibt es der Vertrag mit dem Pächter des Haus des Gastes nicht her, dass Vereine ihre Gäste selbst bewirten dürfen.

Da der Erlös des Marktes von Beginn an dazu diente, unter anderem Lehrgänge für den Nachwuchs und Trachten zu finanzieren, zog der Verein die Notbremse. Aufwand und Ertrag standen in keinem vertretbaren Verhältnis zueinander. Also nahm man das Bewährte, kleidete es in ein neues Gewand und zog nach Erdhausen.

Neues Konzept zieht viele Besucher an

Wer am Sonntag hinters „Winterfenster“ blickte, stellte fest, dass sich die Entscheidung gelohnt hat: Der Markt war gut besucht, die Gäste netzten auch ausgiebig die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen oder Herzhaftem vom Grill gemütlich beieinander zu sitzen.

Kuchenbuffet kommt bei hungrigenGästen gut an

Die Organisatoren mühten sich einmal mehr um eine Mischung aus altbewährten Ständen und neuen Angeboten. Und auch Sonderwünsche der Aussteller wurden - wenn möglich - erfüllt. Altbekannte werden durchaus nebeneinander platziert. Man kennt sich, kann sich aufeinander verlassen und hat Gelegenheit, miteinander zu plaudern.

Auch das Unterhaltungsprogramm trägt dazu bei, dass die Gäste gerne etwas länger auf dem Markt verweilen als gewöhnlich. So zeigen die Kinder- und Jugendgruppen auf der Bühne, was sie an Tänzen beherrschen. Längst sind es nicht mehr nur wohlfeile Worthülsen, die zur Eröffnung des Adventsmarktes und nun auch des „Winterfensters“ vor heimischem Publikum fallen.

Gute Wünsche für künftige "Winterfenster"

Von Bürgermeister Peter Kremer (parteilos), Landrätin Kirsten Fründt, dem Kreistagsvorsitzenden Detlef Ruffert (beide SPD) der Landtagsabgeordneten Angelika Löwer (SPD) Helmut Wege, der die Grüße des Hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer (CDU) überbrachte, gab‘s auch diesmal viel Lob für das Engagement der Organisatoren und das Handwerk der Künstler sowie die besten Wünsche für das neue Konzept.

Auch andere Menschen aus der Region scheinen das so unterschreiben zu können, denn viele kamen nach Erdhausen, wo sie schon im Foyer liebevoll dekorierte Stände vorfanden. Dort und im Saal gab es viel zu sehen und zu kaufen. Das erste „Winterfenster“ an diesem frühlingshaften Novembersonntag hatte Kirschenkönigin Katharina Alena Becker eröffnet.

von Hartmut Berge

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