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Windräder drehen sich am 31. Dezember

Interkommunaler Windpark Lahn-Dill-Bergland Mitte Windräder drehen sich am 31. Dezember

Am 31. Dezember muss der Interkommunale Windpark Lahn-Dill-Bergland Mitte Strom erzeugen, um die Einspeisevergütung zu sichern. Die Planer sind optimistisch, dass dies gelingt.

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Der Interkommunale Windpark soll trotz Bauverzögerung noch in diesem Jahr ans Netz gehen.

Quelle: dpa

Bad Endbach. Am Dienstag verschwanden die 200 Meter hohen Windräder im Dunst, bei schönem Wetter sind die sieben Anlagen des Typs Enercon E 115 dagegen weithin sichtbar. Sie überragen mit ihrer Höhe die Anlagen auf dem Hilsberg, weil sie speziell konzipiert wurden, um an Binnenstandorten effizienter als andere Anlagen des Herstellers zu Werke zu gehen.

Das regnerische Wetter und die Sturmwarnung der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass an den Baustellen – auf Bad Endbacher, auf Siegbacher und auf Bischoffener Boden – die Arbeiten zum Erliegen kamen. Es ist aber nur noch eine Anlage, die auf Günteroder Gebiet, welche noch endmontiert werden muss. Die Turmmontage muss noch abgeschlossen und die Rotorblätter montiert werden.

Betreiber wollen sich höhere EEG-Umlage sichern

Bei einer Anlage in Bischoffen und bei der in Siegbach am Skihang müssen nur noch die Rotorblätter dran. Sobald es wieder windstill ist, werden die Arbeiten fortgesetzt. Die restlichen vier Windkraftanlagen des Interkommunalen Windparks sind fertig montiert. Bei allen müssen aber noch Kabel von der Gondel bis zur Station gelegt werden, die Computeranlagen müssen noch installiert und anschließend programmiert werden.

Wenn alle Restarbeiten erfolgt sind, steht der Probelauf an. Am 31. Dezember bis 0 Uhr müssen die sieben Anlagen zumindest für kurze Zeit Strom ins Netz einspeisen. Somit sichern sich die Betreiber die höhere Umlage aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG), die zum 1. Januar 2016 sinkt.

Sobald dies erfolgt ist, könnten weitere Arbeiten problemlos vorgenommen werden, erklärte Thomas Reuter, Bauamtsleiter der Gemeinde Bad Endbach. Er ist zuversichtlich, dass der Termin 31. Dezember eingehalten wird und dass die Verzögerungen bis zum Ende des Monats aufgeholt werden. Die Firma Enercon arbeite mit Hochdruck daran, dass dies gelingt.

Kosten belaufen sich auf 34,4 Millionen Euro

Im Vergleich zum Windpark Hilsberg lief beim Interkommunalen Windpark bisher alles reibungslos. „Die Bevölkerung nimmt großen Anteil am Projekt. In allen drei Gemeinden, in denen die Windräder errichtet werden, ist die Akzeptanz sehr hoch“, sagt Reuter. Er sprach von einer positiven Grundstimmung und freut sich darüber, dass ein Bürgerprotest bisher ausgeblieben ist.

Das Projekt kostet 34,4 Millionen Euro, die Gemeinden Bad Endbach und Bischoffen investieren als Eigenkapital je 4 Millionen Euro, Siegbach 1,3 Millionen Euro und die EAM Natur rund eine Million Euro. Auf Bad Endbacher Gebiet stehen drei Windräder, ebenso in der Gemarkung von Bischoffen, in der Gemeinde Siegbach wird eine Anlage Strom produzieren.

von Silke Pfeifer-Sternke

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