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Windpark soll 2016 Strom erzeugen

Windpark Weißenberg Windpark soll 2016 Strom erzeugen

27 Vertreter der Gemeinde Dautphetal informierten sich über den Stand des geplanten Windparks Weißenberg. Auf der Anhöhe bei Silberg sollen übernächste Woche Probebohrungen beginnen.

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Michael Koch (weißes Hemd) erläutert in der Gemeindeverwaltung Dautphetals die Entstehungsgeschichte des Windparks Weißenberg, der von Hermann Hofmann Erneuerbare Energien betrieben werden wird.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Ein Jahr nach dem ursprünglich geplanten Zeitpunkt soll der Windpark Weißenberg Strom produzieren. Warum es so gekommen ist und wie der aktuelle Stand ist, berichtete Michael Koch von der „Hermann Hofmann Erneuerbare Energien“ den Mitgliedern des Bauausschusses und des Gemeindevorstands, insgesamt 27 Vertreter der Gemeinde, am Mittwochabend.

Nachdem das Projekt stockend voranging, kommt es nun richtig in Fahrt: Übernächste Woche sollen Probebohrungen stattfinden. Die eingetretene Verzögerung begründete Koch damit, dass der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium in Gießen, in den vergangenen vier Wochen zu den im April eingereichten Unterlagen noch weitere in großem Umfang nachgereicht werden mussten. Trotz der Zeitverzögerung rechnet der künftige Betreiber mit einer guten Wirtschaftlichkeit des Windparks, obwohl in der Zwischenzeit die Zinsen in die Höhe gingen und die Einspeisevergütung verringert wurde. „Wir gehen derzeit von fünf bis zehn Prozent aus. Das ist deutlich weniger, als wir anfangs geplant hatten. Wir waren mal im zweistelligen Bereich“, sagte Koch.

Genehmigung für Dezember erwartet

Der nächste wichtige Termin ist der 17. August. Ab diesem Datum sind die nötigen Unterlagen zum geplanten Windpark samt einer allgemeinverständlichen Zusammenfassung vier Wochen lang in den Gemeindeverwaltungen von Dautphetal, Breidenbach, Steffenberg und im Biedenkopfer Rathaus einzusehen. Die Offenlagefrist endet am 14. September, Einwände können noch bis zum 28. September eingereicht werden.

Für Anfang Dezember wird die Genehmigung mit Sofortvollzug erwartet. Dies würde es ermöglichen, mit den Bauarbeiten zu beginnen. Großangelegte Baumfällungen sind nicht erforderlich, da die sechs Anlagen größtenteils auf Kyrill-Windwurfflächen stehen werden. Nach den Sommerferien wird der künftige Betreiber mehrmals die Öffentlichkeit informieren, so am 9. September. Dann wird es ab 19 Uhr im Bürgerhaus Dautphe eine Informationsveranstaltung mit der Firma Enercon unter Beteiligung der Umweltverbände geben.

Passivradar wird eingebaut

Während der Besichtigung der Standorte gaben die Firmenmitarbeiter weitere Informationen, wie zum Beispiel die Ausstattung der Windräder mit einem sogenannten Passivradar. Diese aktivieren die Blinklichter nur, wenn sich ein fliegendes Objekt nähert. Einem Abgeordneten antwortete Koch zur Frage nach Eiswurf auf Waldwegen, dass die Rotoren mit Heizungen ausgestattet seien, die sogar bei Stillstand aktiv seien. Dadurch werde die Möglichkeit der Eisbildung verringert. Da Eiswurf aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, sollen Warnschilder aufgestellt werden – auch wegen der Haftung.

Zu den Stellflächen wird man über den Weg zum Sportplatz Silberg gelangen. Der Weg wird dazu auf vier Meter verbreitert. Außerdem wird es an einem Standort eine Lagerfläche für Bauteile geben, sagte Thomas Zimmer, der für die Bauabwicklung des Windparks zuständig ist.
Die Gemeinde Dautphetal erhält nur für die Nutzung der Wege etwas Geld und durch die anteiligen Steuereinnahmen. Die Pacht für die Grundstücke geht an die Besitzer der Flächen. Davon gehören drei dem Land Hessen, eine einer Kirche und eine einer Privatperson.

Weitere Informationen gibt der Betreiber auf dieser Homepage.

von Gianfranco Fain

Windpark Weißenberg
Sechs Windräder sollen auf dem Weißenberg bei Silberg entstehen, fünf auf Dautphetaler, eines auf Biedenkopfer Gebiet. Fertiggestellt sein soll der Windpark Ende 2016. Dann liegt die erwartete Nettoleistung aus den sechs Anlagen bei 18 Megawatt. Es kommen Anlagen des Herstellers Enercon, Typ E-115 zum Einsatz. Jedes dieser Windräder hat eine Nabenhöhe von 149 Metern und einen Rotordurchmesser von 115 Metern. Mit der erzeugten Strommenge könnten jährlich rund 8 750 Vierpersonenhaushalte versorgt werden.
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