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„Willkommen an der Europaschule“

Internationales Schulprojekt „Willkommen an der Europaschule“

Schüler der Europaschule Gladenbach waren für eine Woche lang Gastgeber eines europäischen Projekts, an dem weitere 22 Jugendliche aus fünf verschiedenen Ländern Europas teilnahmen.

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Das einwöchige „Erasmus+“-Projekt an der Europaschule Gladenbach stand ganz im Zeichen der Berufsorientierung. Vier lettische Schüler stellten dem internationalen Publikum im „Glaskasten“ die Eiverarbeitungs-Firma „Balticovo“ aus Lettland vor.

Quelle: Joshua Müller

Gladenbach. Ein Chor unter der Leitung von Claudia Hebbelmann begrüßte das internationale Publikum am Freitagvormittag im „Glaskasten“. Die Schüler und Lehrer der eingeladenen Klassen aus den 
Ländern Dänemark, Lettland, Polen, Portugal und der Türkei bekamen eine musikalische Darbietung von Namikas Stück „Lieblingsmensch“ zu hören.

Auch Schulleiter Michael Prötzel empfing die Schüler im Alter von 13 bis 17 Jahren. Er freue sich über den Besuch: „Ich habe gehört, alle sprechen hier deutsch. Nun dann: willkommen in Gladenbach, willkommen an der Europaschule.“

In durchaus flüssigem Deutsch ging es dann auch weiter: Die angereisten wie auch die heimischen Schüler stellten sich zusammen mit ihren Lehrern vor. Insgesamt 22 Jugendliche und neun Lehrer aus fünf verschiedenen Ländern waren in Gladenbach eingetroffen, um zusammen mit den dortigen Schülern aus den Jahrgangsstufen acht, neun und zehn am „Erasmus+“-Projekt mit dem Überthema Berufsorientierung teilzunehmen. Den Austausch initiiert und zur Veranstaltung in Gladenbach eingeladen hatte Lehrer Wolfgang Borschel.

Austausch und der Spaß im Vordergrund

Je nach Land, präsentierten die Gruppen eine von ihnen ausgewählte und in ihrer Heimat ansässige Firma und nutzten neben Bildern auch eigens produzierte Filme, um möglichst tiefe Einblicke zu gewähren. Auch die deutschen Schüler nutzten die Möglichkeit, um von ihren Erfahrungen aus dem kürzlich von ihnen absolvierten Praktikum zu berichten.

Anschließend hatten die Gäste die Wahl zwischen dem Gang in den Werkraum oder in die Küche. Im Werkunterricht bohrten und hämmerten die Schüler an metallenen Flaschenöffnern. „Für deutsches Bier zum Beispiel“, begründete ein polnischer Gast grinsend seine Entscheidung.

In der Schulküche bereiteten die Jugendlichen belegte Brötchen zu. Zwar keine internationale Küche – im Vordergrund standen aber sowieso der Austausch und der Spaß. Und beides war augenscheinlich vorhanden. Die Brötchen wurden 
später für das „Café Beruf“ 
benötigt, an dem die ausländischen Schüler ebenfalls teilnahmen, um sich über weitere Berufsbilder zu informieren.

Vergangenen Mittwoch angekommen, sind die europäischen Gäste noch bis zum diesen Dienstag in Deutschland und sahen laut Borschel weitaus mehr als nur Gladenbach. Bereits am zweiten Tag erkundeten die Jugendlichen die hessische Hauptstadt Wiesbaden und den dort angesiedelten Landtag. Am Wochenende folgte ein Abstecher nach Gießen, unter anderem ins Mathematikum. Untergebracht waren die Schüler bei Gastfamilien, die Lehrer in Hotels.

von Joshua Müller

 
Erasmus+
„Erasmus+“ ist ein seit 2014 bestehendes Förderprogramm der Europäischen Union. Es unterstützt Projekte auf europäischer Ebene aus den Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung, der Jugend sowie erstmals Sport. Der Fokus der Förderung liegt auf der übergreifenden Zusammenarbeit europäischer Schulen, der Verwirklichung von lebenslangem und internationalem Lernen sowie der Mobilität. „Erasmus+“ vereinte die bisherigen EU-finanzierten Programme wie „Comenius“ und wird bis 2020 fortgeführt.
 
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