Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Wiesenverkauf: Steffenberg hält sich zurück

Windpark Hilsberg Wiesenverkauf: Steffenberg hält sich zurück

Fast so wie von Bürgermeister Peter Pfingst angekündigt verlief gestern Abend die Gemeindevertretersitzung im Rathaus des Steffenberger Ortsteils. Fast, weil der angekündigte Rückzug der Vorlage des Gemeindevorstands zum Verkauf einer Wiese am Fuße des Hilsberg an die Gemeinde Bad Endbach doch nicht so einfach von der Tagesordnung verschwinden konnte.

Niedereisenhausen. Vorsitzender Armin Reichel erklärte, dass die Gemeindevertreter über die Absetzung entscheiden müssten, da der Gemeindevorstand seit dem Rückzug der Endbacher von der Kaufabsicht (die OP berichtete) nicht mehr getagt hat. Als Begründung für den Vorschlag des Gemeindevorstands nannte Reichel den Wegfall des Beratungsgegenstands. Einstimmig und ohne Wortmeldung folgten die 18 Gemeindevertreter dem Vorschlag des Gemeindevorstands und beendeten so das Kapitel des missglückten Verkaufs.

Dies auch nur fast, weil der Erste Beigeordnete Holger Klau in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters, eine Erklärung des Gemeindevorstands verlas. Die beinhaltete insgesamt dieselbe Argumentation, die Pfingst schon der OP mitteilte: Man habe die Äußerungen des Endbacher Bürgermeisters insbesondere die zum Kaufpreis „verwundert zur Kenntnis genommen“. Man habe sich einvernehmlich auf den Preis von 30000 Euro geeinigt und es liege eine Einverständniserklärung der Betriebsleitung des Endbacher Eigenbetriebs „Kur, Tourismus, Energie“ über 27500 Euro vor, über 30000 Euro müsse der Gemeindevorstand entscheiden. Man habe den Eindruck „lediglich als Platzhalter gedient zu haben, während Bad Endbach ein anderes Grundstück erwarb, um die Zufahrt zur Windpark-Baustelle auszubauen“ und Steffenberg habe auch von der Nachbargemeinde keine Mitteilung über den getätigten Abschluss erhalten. Sämtliche Aktivitäten des Steffenberger Gemeindevorstands dienten dazu, den bestmöglichen Ertrag zu erzielen und man verwehrt sich gegen den Vorwurf, einen „unangemessenen Preis“ verlangt zu haben.

Am Ende ergänzte Klau noch, dass nunmehr der mit der Bürgerinitiative Holzhausen geschlossene Pachtvertrag uneingeschänkt gilt.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland