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Werner Reitz feilt noch am Zukunftsplan

Amtszeit endet Werner Reitz feilt noch am Zukunftsplan

Nach exakt zwölfjähriger Amtszeit endet die Dienstzeit für Breidenbachs Bürgermeister Werner Reitz Ende März.

Breidenbach. Bereits als 23-Jähriger und dies exakt seit dem 22. Oktober 1972 ist der in Kleingladenbach geborene und dort lebende Werner Reitz in der Breidenbacher Gemeindepolitik aktiv. „Ich wollte etwas bewegen und positiv beeinflussen und an der positiven Entwicklung der Gemeinde Breidenbach zum Wohle der Bürger mitwirken“, betont Reitz, der auf diese Weise seinen Eintritt in die Kommunalpolitik begründete.

1971 sei er in den SPD-Ortsverband eingetreten und alsbald in den Vorstand gewählt worden. Bei der Kommunalwahl 1972 wählten ihn die Bürger in die Gemeindevertretung, in der er in der ersten konstituierenden Sitzung in den Gemeindevorstand gewählt wurde. Damals sei Otto Meuser noch Bürger­meister gewesen, dem 1973 Artur Künkel folgte. 1973 wurde Werner Reitz als Erster Beigeordneter vereidigt.

Kommunalpolitische Karriere begann 1971

Als Artur Künkel dann vor zwölf Jahren nicht mehr als Bürger­meister kandidierte, sei Reitz von Parteikollegen gefragt worden, ob er sich nicht um dieses Amt bewerben wolle. Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit seiner Familie habe er sich zu diesem Schritt entschlossen und sei damals trotz zweier Gegenkandidaten im ersten Wahlgang mit 55 Prozent gewählt worden. Am 1. April 2001 habe er seine Amtsgeschäfte als Bürgermeister und Standesbeamter der Gemeinde Breidenbach angetreten. Sechs Jahre später bei seiner Wiederwahl hatte er nur einen Gegenkandidaten und konnte etwa 66 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

Seine Zukunftsplanung stehe noch nicht fest, sagt Reitz. Er hoffe, dass er jetzt mehr Zeit für seine Familie finde, für sein Hobby, die Imkerei, und das Reisen und Wandern mit seiner Frau. Gleichzeitig schließt Werner Reitz nicht aus, dass er sich zukünftig ehrenamtlich engagiert.

Während seiner Zeit als Bürgermeister hat Reitz Spuren hinterlassen: Als größtes Projekt seiner Amtszeit bezeichnet der scheidende Bürgermeister den Bau der Ortsumgehung „Erster Bauabschnitt K 107“, den Neubau eines zentralen Hochbehälters in der Gemarkung Achenbach sowie den Bau von Verbundleitungen, den Bau des Nahversorgungszentrums im Ortsteil Breidenbach und die Dorferneuerung im Ortsteil Niederdieten mit dem Vorzeige­projekt „Haus der Vereine“. Mit angestoßen hat Reitz die Kooperation der Kindertagesstätten im Kinder- und Familienhaus Breidenbach sowie den sich noch in der Entwicklung befindlichen interkommunalen Windpark „Schwarzenberg“, der gemeinsam mit der Stadt Biedenkopf errichtet werden soll.

Rathauschef fälltder Abschied schwer

Werner Reitz, der im Dezember 1948 geboren wurde, arbeitete ab 1965 bei der Kreisverwaltung in Biedenkopf, ab 1974 bei der in Marburg-Biedenkopf und war ab 1992 Außenstellenleiter des Landratsamtes in Biedenkopf. Neben seiner Bürgermeistertätigkeit hatte er den Vorsitz des Zweckverbandes „Interkommunale Zusammenarbeit Hinterland“ inne und ist stellvertretender Vorsitzender des Müllabfuhrzweckverbandes Biedenkopf und Mitglied im Verbandsvorstand des Abwasserverbandes Perfgebiet-Bad Laasphe.

Seit zwölf Jahren ist Reitz Sprecher des Arbeitskreises der Hinterländer Bürgermeister, Mitglied des Forstausschusses Biedenkopf, Vertreter im Finanzausschuss des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht in Marburg und Mitglied im Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Baugenossenschaft in Biedenkopf. Obwohl sich Reitz auf seinen unmittelbar bevorstehenden Ruhestand freut, der ihm mehr Freiraum bringt, gesteht er dennoch ein, dass ihm der Abschied nicht so leicht falle.

von Klaus Peter

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