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Weitershausen feiert seine Kirche

Jubiläum Weitershausen feiert seine Kirche

In diesem Jahr feiert der Gladenbacher Stadtteil Weitershausen seine Kirche, denn vor 775 Jahren wurde sie das erste Mal urkundlich erwähnt.

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Die spätromanische Kirche mit gotischem Chor liegt hoch am Aufgang zur „Hardt“. Dieses Jahr feiert die evangelische Kirchengemeinde Weitershausen mit dem ganzen Dorf die erste urkundliche Erwähnung des Gotteshauses vor 775 Jahren.Foto: Christiane Kunkel

Gladenbach. „Eigentlich wollte das Dorf sein 775-jähriges Bestehen feiern, da die als Erstnennung geltende Urkunde des Klosters Caldern aus dem Jahr 1238 stammt“, berichtet Christiane Kunkel. Sie ist evangelische Pfarrerin in Weitershausen.

In der Urkunde werde ein Pleban, also ein Pfarrer für Weiters­hausen bezeugt, erklärt sie weiter. Sie berichtet von einer Nachfrage im Staatsarchiv. „Die ergab, dass eine noch ältere Urkunde des Klosters Haina einen Konrad von Weitershausen nennt. Dass es sich um ,unser‘ Weitershausen handelt, hat sich in den vergangenen Jahren als zweifelsfrei erwiesen.“

Deshalb könne das Dorf im Jahr 2023 sein 800-jähriges Bestehen feiern.

Ein Festausschuss für das Kirchen-Jubiläum, der sich aus Vertretern der Vereine und unterschiedlicher Gruppierungen des Dorfes zusammensetze, habe sich im vergangenen Jahr gebildet, erinnert die Pfarrerin und betont: „Dieses Fest soll nicht nur ein Fest der Kirchengemeinde, sondern des gesamten Dorfes sein.“

In diesem Jahr sollen nach ihren Worten vier Feste jeweils in anderer Jahreszeit rund um die Kirche gefeiert werden. Am 21. April findet eine Wanderung statt, die die Dörfer des Kirchspiels Nesselbrunn, Dilschhausen und Weitershausen verbindet. Im Sommer, am 29. Juni wird ein Gemeindefest stattfinden, zu dem alle besonders eingeladen werden, die in der Kirche konfirmiert wurden. Unter anderem sollen eine Fotoausstellung, die Bilder von besonderen Anlässen und kirchlichen Festen der vergangenen Jahre zeigt und ein Open-Air-Kirchenkino diese Feier bereichern.

Im Herbst, am 29. September, ist ein großes Erntedankfest als traditionelles Hoffest geplant. „Kartoffeln und Dickwurz, die die Kindergottesdienstkinder im Frühjahr setzen beziehungsweise legen werden, sollen dann verköstigt werden, eine einheimische Volkstanzgruppe wird auftreten, die eigens dafür zusammengestellt wird“, verrät Christiane Kunkel und kündigt an, dass noch mehr geboten werde. Im Winter, am 2. Advent, das heißt am 7. und 8. Dezember, soll ein Adventsmarkt auf dem Kirchen­gelände stattfinden, während in der Kirche unterschiedliche musikalische Vorträge zu der jeweils vollen Stunde zu hören sein werden.

„Der Erlös der Feste ist für den zweiten Bauabschnitt der Kirchensanierung vorgesehen, die in diesem Jahr geplant ist“, erklärt die Gemeindepfarrerin.

von Hartmut Berge

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