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Weitere Misstöne werden vermieden

Gemeindevertretung Weitere Misstöne werden vermieden

Da waren es nur noch zwei Tagesordnungspunkte, und die beschlossen die Gemeindevertreter auch einstimmig: den Doppelhaushaltsplan 2015/2016 und die Angaben auf den Stimmzetteln zur Kommunalwahl 2016.

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Die Zahl der Lohraer Gemeindevertreter, hier bei einer Sitzung in Weipoltshausen, wird sich zur nächsten Legislaturperiode nicht verringern. Ein entsprechender Antrag kam bei der Sitzung am Donnerstagabend erneut nicht zum Tragen.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Überraschend setzte die Lohraer Gemeindevertretung am Donnerstagabend die Diskussion um die Verringerung der Zahl der Gemeindevertreter, die im Hauptausschuss die Gemüter teilweise sehr erhitzte, doch nicht fort. Es waren zwar Stöhner zu hören und einige Gemeindevertreter winkten genervt ab, als Hermann Schorge (SPD) zu Beginn der Sitzung nochmals die Intention des Antrags erläuterte, doch als er vorschlug den Antrag mangels Aussicht auf Erfolg von der Tagesordnung zu nehmen, war man sich schnell einig.

Waßmuth: Höhere Gebühren werden mitbeschlossen

Nur Harald Rink und Norbert Bingel, beide BfB, stimmten gegen die Absetzung des Antrags, 23 waren dafür, einer enthielt sich. Damit sind auch die Querelen um die „Juristische-Laien-Äußerung“ beigelegt (die OP berichtete).

Wenig Zündstoff und Neues gab es auch in den Reden zum Doppelhaushalt 2015/2016. Die Freude über den erstmals seit 2009 wieder ausgeglichenen Haushaltsplan bremste Hermann Schorge mit dem Hinweis darauf, dass der Überschuss aus Verkäufen zustande kommt, die Gemeinde immer noch weniger einnehme, als sie ausgebe. Christdemokrat Werner Waßmuth wies darauf hin, dass man weitere Dorfgemeinschaftshäuser veräußern müsse, um die Kostenträger aus den Bilanzen zu bekommen und man mit dem Haushaltsplan faktisch schon Gebührenerhöhungen beschließe. Harald Rink betonte, dass der Plan ein „Blick in die Zukunft“ sei, für den es keine Gewähr gibt. Er bezweifelt, dass die vorgesehenen Kosten für die neue Feuerwache eingehalten werden können und auch die als Erlöse aus Verkäufen der Dorfgemeinschaftshäuser eingeplanten 600000 Euro erzielt werden können.

Nachdem drei Änderungen mehrheitlich angenommen wurden, unter anderem ein Sperrvermerk für die 10000 Euro, die im Plan zur Gestaltung des Brunnenplatzes vorgesehen sind, sowie ein Sperrvermerk für den „Masterplan für die Gemeinde Lohra“, womit das Thema aus dem Kommunalwahlkampf herausgehalten werden soll, wurde der Etat-Plan einstimmig angenommen.

von Gianfranco Fain

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