Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Weiter weniger Geld für Ortsvorsteher?

Hauptausschuss Weiter weniger Geld für Ortsvorsteher?

13.000 Euro muss die Stadt Gladenbach pro 
Jahr weniger ausgeben, wenn die Stadtverordnetenversammlung 
der Empfehlung des 
Ausschusses folgt.

Voriger Artikel
SPD-Kritik: „Eigene Ideen? Fehlanzeige!“
Nächster Artikel
Straßenstreit in Lohra schwelt weiter

Reich werden die Ortsvorsteher durch ihre Aufwandsentschädigung nicht. Nun möchte die Stadtverwaltung die Zahlung für weitere drei Jahre auf einem abgesenkten Niveau halten.

Quelle: Sven Hoppe

Gladenbach. Weit weniger 
Diskussionsstoff als die von der Verwaltung vorgeschlagene 
Erhöhung der Nutzungsgebühren der Bürgerhäuser bot den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses die monatliche Aufwandsentschädigung für die Ortsvorsteher. Diese erhalten für die Leitung der Außenstellen der Stadtverwaltung eine Entschädigung, deren Höhe seit Dezember 2008 festgelegt ist.

Angesichts der Finanzlage der Stadt und der Inanspruchnahme des Schutzschirmes des Landes beschlossen die Stadtverordneten im März 2013 eine befristete Änderung der Satzung. Seitdem wurde die Aufwandsentschädigung für die Ortsvorsteher um 30 Prozent gekürzt ausgezahlt. Die Befristung auf drei Jahre ist am 31. März ausgelaufen, seitdem haben die Ortsvorsteher Anspruch auf die ungekürzte Aufwandsentschädigung.

Da die Stadtverwaltung nun vorschlägt, die gekürzten Sätze 
beizubehalten, seien diese auch weitergezahlt worden. „Es ist leichter etwas nachzuzahlen, als etwas zurückzufordern“, begründete der parteilose Bürgermeister Peter Kremer diese Vorgehensweise. Er bezifferte die Mehrkosten bei einer Rückkehr zu den alten Beträgen auf 13.000 Euro pro Jahr.

Entschädigung zwischen 50 und 360 Euro

Nach einer kurzen Diskussion über das Für und Wider einer erneuten Befristung stimmten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses einstimmig für eine Fortführung der zuletzt geltenden Regelung. Auf Antrag des Sozialdemokraten Patrick Bernshausen soll diese wiederum befristet sein, diesmal bis zum 31. Dezember 2018. So lautete die Empfehlung für die Stadtverordnetenversammlung, die diesen Donnerstag tagt.

Zu den Aufgaben der Ortsvorsteher, für die sie die Aufwandsentschädigung erhalten, gehören unter anderem die Geschäftsführung des Ortsbeirates sowie die Kontrolle der kommunalen Einrichtungen in den Stadtteilen.

Sie sind Gehilfen der Stadtverwaltung bei statistischen Erhebungen und wirken an Wahltagen mit. Weitere Aufgaben sind die Organisation von Feierstunden, der Verkauf der Ferienpässe und die Vermietung der Bürgerhäuser.

Die Aufwandsentschädigung ist gestaffelt nach der Größe der Stadtteile: Für Orte mit bis zu 250 Einwohnern wie Bellnhausen, Diedenshausen, Friebertshausen, Kehlnbach und Rachelshausen beträgt sie 110 Euro.

Für Orte bis zu 500 Einwohnern, wie Frohnhausen, Römershausen, Rüchenbach, Sinkershausen und Weitershausen erhalten die Ortsvorsteher 145 Euro. Bei Stadtteilen bis zu 1200 Einwohnern wie Runzhausen beträgt die Aufwandsentschädigung 220 Euro, bis 2000 Einwohner in Erdhausen und Mornshausen 290 Euro und beim einzigen Stadtteil mit mehr als 2000 Einwohnern erhält der Ortsvorsteher von Weidenhausen 360 Euro. Der Ortsvorsteher der Kernstadt erhält aufgrund der Nähe zum Rathaus nur 50 Euro.

  • Die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beginnt diesen Donnerstag um 19 Uhr im Gladenbacher Haus des Gastes. Weitere Themen sind unter anderem die Änderung des Flächennutzungsplanes sowie des Bebauungsplanes „Auf dem Flurscheid“ und auf dem „Kirchenstück“. Ferner auch eine Erhöhung der Nutzungsgebühren der Bürgerhäuser.

von Gianfranco Fain

 
 Ausschüsse

Die Ausschüsse der Gladenbacher Stadtverordnetenversammlung wählten ihre Führungteams.

Zum Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses wurde Michael Thomas (CDU) 
gewählt. Seine Stellvertretung übernimmt Margarete Kuhrt (FW). Schriftführer sind Matthias Becker und Marion Hill von der Stadtverwaltung.

Den Bau- und Planungsausschuss leitet Helmut Brück (FW), sein Stellvertreter ist Helmut Wild (CDU).

Den Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr, Umwelt, Energie und Zukunft leitet Robby Jahnke (SPD) als Ausschussvorsitzender, zu seinem Stellvertreter wurde Werner Rotter (Grüne) gewählt.

Im Ausschuss  Jugend und Sport, soziale und kulturelle Angelegenheiten wurde Werner Rotter (Grüne) als Ausschussvorsitzender gewählt und Jan Willms (SPD) als sein Stellvertreter bestimmt.

 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr