Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Weiter Rummel um die Pizzahütte

Kirschenmarkt Weiter Rummel um die Pizzahütte

Zwei von drei Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht gingen zugunsten der Stadt Gladenbach aus. Die Ablehnung der Fahrgeschäfte „Entenangeln“ und „Autoscooter“ zum Kirschenmarkt wurde nicht moniert.

Voriger Artikel
Kunst entsteht in Tönen und Bildern
Nächster Artikel
Wenn der Ernst den Spaß verdrängt

Mit den Entscheidungen des Verwaltungsgerichts in Gießen zur Zulassung von Schaustellern zum diesjährigen Kirschenmarkt, ist es wie bei einer Berg- und Talfahrt.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Am Freitag fasste das Gießener Verwaltungsgericht drei Beschlüsse, von denen einer die Stadt Gladenbach zum erneuten Handeln zwingt. Der Magistrat, das bestätigte Bürgermeister Peter Kremer auf Anfrage der OP, wird sich in dieser Woche erneut mit der Vergabe eines Platzes auf dem am Freitag, 2. Juli, beginnenden Kirschenmarkt für die „Pizzahütte“ der Diedenshäuser Schaustellerfamilie Kreuser befassen.

Diese hatte sich an das Verwaltungsgericht gewandt, weil der Magistrat durch Beschluss einer vom Generalpächter vorgelegten Liste drei von Kreuser eingereichten Fahrgeschäften nicht zum Zuge kommen ließ. Während das Gericht die Ablehnung eines Autoscooters und eines sogenannten „Entenangeln“ bestätigte und dem zuständigen Magistrat somit auch bescheinigte, tätig geworden zu sein, hatte es an der Ablehnung der „Pizzahütte“ gleich mehrere Punkte auszusetzen, sagt Evelyn Graul-Hofmann, Sprecherin des Verwaltungsgerichts.

Magistrat soll bis Freitag entscheiden

Im Einzelnen geht es um Auswahlkriterien wie die Standgröße, die Attraktivität und die Serviceleistungen. So sei der Vergleich der Standgröße mit der des Standes von „Pizza-Toni“ nicht nachzuvollziehen, weil nicht die Grundfläche entscheidend sei, sondern die Größe der Ausgabemöglichkeit. Und dass darin der Stand von „Pizza-­Toni“ besser abschneide, sei nicht erwiesen.

Ebenso fehle eine Begründung, weshalb der zugesagte Stand attraktiver als der von Kreuser sein soll. Und hinsichtlich der angeblichen bemängelten Sauberkeit des Standes und fehlenden Freundlichkeit des Personals lägen dem Gericht keine Dokumentationen vor. Nach diesem Beschluss ist der Magistrat dazu angehalten, bis Freitag, 26. Juni, die monierten Kriterien zu überprüfen und erneut zu entscheiden.

Dies wird der Magistrat, wie Bürgermeiser Kremer der OP bestätigte, auch tun. Schließlich geht es für die Stadt immer noch um 15.000 Euro. Dies ist die Summe, die der Kläger durch den Ausschluss als entgehenden Gewinn reklamiert und vom Gericht laut Sprecherin Graul-Hofmann anerkannt wurde.

Aber auch die 20.000 Euro für das „Entenangeln“ und 25.000 Euro für den Autoscooter sind noch nicht endgültig vom Tisch. Summen, zu denen zumindest Generalpächter Konrad Ruppert vor kurzem noch sagte: „20.000 Euro Gewinn? Da machen wir alle nur noch Entenangeln.“

Gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Gießen kann der Kläger noch Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen. Ob die Familie Kreuser dies tun wird ist offen. Die Familienmitglieder waren am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr