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„Weißer Stein“ könnte Bürgerhaus übernehmen

Dorfgemeinschaftshaus „Weißer Stein“ könnte Bürgerhaus übernehmen

Einziges Thema der Ortsbeiratssitzung in Altenvers war die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses. Der Verein "Weißer Stein" hat Interesse, jedoch nicht zu jedem Preis.

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Das Altenverser Haus wurde 1937 als Schule gebaut und 1981 zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. 1992 entstand der Anbau für den Kindergarten.

Quelle: Anita Ruprecht

Altenvers. Neben den Ortsbeiratsmitgliedern kamen am Dienstagabend knapp 20 Gäste, darunter die Erste Beigeordnete der Gemeinde, Rosemarie Wolny, und Helmut Koch, Vorstandssprecher des Vereins „Weißer Stein“. Der Verein „Weißer Stein“ ist Träger des dreigruppigen Kindergartens, der in dem Gebäude untergebracht ist.

Die Gemeinde müsse bei dem stark defizitären Haushalt die Dorfgemeinschaftshäuser veräußern, um das hohe Anlagevermögen zu verringern, erklärten Rosemarie Wolny und Ortsvorsteher Wolfgang Spies. Dorfgemeinschaftshäuser seien freiwillige Leistungen der Kommunen, und wenn die Gemeinde jetzt nicht aktiv werde, werde die Kommunalaufsicht des Landkreises die Häuser schließen und veräußern, erläuterte Wolny.

Spies stellte die Vermarktungskonzepte vor, die Kommunalpolitiker und Haushaltssicherungskommission bisher vorgeschlagen haben, darunter die Übernahme durch Vereine, Gastronomie oder eben die Vermarktung auf dem Immobilienmarkt.

Das Altenverser Gebäude steht auf einem 3500 Quadratmeter großen Grundstück und beherbergt das Dorfgemeinschaftshaus mit Saal, Küche, Theke und Toiletten sowie den Kindergarten. Im Gegensatz zu den DGH gehöre der Kindergarten zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde, sagte Wolny.

Junge Eltern unter den Gästen äußerten die Befürchtung, dass bei einer Veräußerung des Hauses der Altenverser Kindergarten zugunsten der Kindertagesstätten in Lohra geschlossen würde. „Wir haben eine Nutzungsvereinbarung mit der Gemeinde Lohra für die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte bis 2018“, sagte Helmut Koch. Insgesamt 190000 Euro habe der „Weiße Stein“ in den vergangenen Jahren und dieses Jahr in den Altenverser Kindergarten investiert.

Falls die Gemeinde das Gebäude als Vermögenswert abstoßen wolle, könne es sicherlich eine Lösung mit dem „Weißen Stein“ geben, dies habe der Verein auch schon in anderen Kommunen praktiziert und auch in einer solchen Weise, dass Saal und Küchentrakt auch weiterhin von Vereinen und Privatpersonen genutzt werden könnten. Allerdings sei mit dem „Weißen Stein“ nicht möglich, das Gebäude samt Grundstück gewinnbringend für eine halbe Million Euro oder mehr zu vermarkten, sagte Koch.

„Ich möchte alles daran setzen, das Dorfgemeinschaftshaus für uns Altenverser und auch unsere zukünftigen Generationen zu erhalten, sagte der Ortsvorsteher. Bei der großen Bürgerversammlung am 21. Mai hätten die Altenverser wenig Interesse bekundet, so Spies. „Wenn das DGH erst mal weg ist, gibt es für unsere und auch die kommende Generation nichts Vergleichbares für Altenvers.“ Aus diesem Grund wolle er die Schließung des Hauses möglichst verhindern, erklärte Spies.

von Anita Ruprecht

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