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Weißenberg: Erstes Windrad ist am Netz

Erste Kilowattstunde geliefert Weißenberg: Erstes Windrad ist am Netz

Der Windpark Weißenberg GmbH ist ihr Vorhaben geglückt, das erste der sechs Räder des Windparks noch im September ans Netz zu bringen.

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Quelle: Arne Dedert / dpa

Dautphetal. „Wir haben am 29. September die erste Kilowattstunde ins Stromnetz eingespeist“, erklärt Alexander Kern, Prokurist der projektierenden Hermann Hofmann Gruppe.
Somit kann die Gesellschaft mit einer Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Höhe von 0,0858 Euro je Kilowattstunde (kWh) rechnen – und das 20 Jahre lang.

Eine geringere EEG-Vergütung wird das zweite Windrad, das ab der nächsten Woche Strom ins Netz liefern soll, und die weiteren Anlagen des Weißenbergs erhalten. Dann sind nur noch 0,0848 Euro pro kWh fällig.

Die Betreiber rechnen mit einer Stromproduktion der sechs Windmühlen von rund 41.400 Megawattstunden (MWh) pro Jahr. Eine MWh entspricht 1.000.000 Wattstunden (Wh), 1000 Wh entsprechen einer Kilowattstunde (kWh).

Ähnliche Anlagen laufen auf Hilsberg

Überschlägig gerechnet, wird das erste ans Netz angeschlossene Windrad in 20 Jahren den Betreibern rund 138.000 Euro mehr einbringen als die weiteren des Windparks. Diese sollen, je nachdem wie es die Windverhältnisse zulassen, in den nächsten Wochen bis zum Jahresende fertiggestellt werden und in den Regelbetrieb übergehen.

Auf dem Weißenberg entstehen fünf Windmühlen auf Dautphetaler und eine auf Biedenkopfer Gemarkung des Typs Enercon E-115, die mit einer Nabenhöhe von 149,1 Metern und einem Rotordurchmesser von 115,7 Metern eine Gesamthöhe von rund 207 Metern haben. Anlagen dieses Typs, die die höchsten Gebäude im Kreisgebiet darstellen, stehen schon auf dem Hilsberg oberhalb von Holzhausen.

Diese haben die Anlagenhöhe und die getriebelosen Antriebe mit den neuen Modellen noch gemein, auf dem Weißenberg wird aber die aktuelle Technik eingesetzt: Die Windkraftanlagen sind mit besonderen Rotoren bestückt, die die Schallemissionen verringern.

Zudem kann die Elektronik bei einer zu hohen Schallentwicklung selbstständig die Leistung der Rotoren vermindern, und auch die Leuchtfeuer der Anlagen passen sich in ihrer Intensität automatisch der Dunkelheit an.

von Gianfranco Fain

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