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Weipoltshäuser werben für Spenden

Kultur- und Heimatverein Weipoltshäuser werben für Spenden

Die Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatvereins konnte aus Mangel an Anwesenden nicht stattfinden. Statt wie vorgesehen zu tagen wurde diskutiert.

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Die Spendenuhr am Dorfgemeinschaftshaus Weipoltshausen hat Nadine Keßler vom Vorstand des Kultur- und Heimatvereins entworfen.

Quelle: Anita Ruprecht

Weipoltshausen. Die für Mittwoch anberaumte Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatvereins Weipoltshausen konnte offiziell nicht stattfinden, weil die Vereinssatzung vorsieht, dass mindestens drei Viertel der Mitglieder anwesend sein müssen.

Bei aktuell 75 Vereinsmitgliedern wären das knapp 60. Anwesend waren rund 30 Mitglieder. In diesem Fall sieht die Satzung vor, dass nochmals eingeladen wird, und dann die Jahreshauptversammlung bei jeglicher Zahl der Anwesenden rechtens ist.

Da sich ein Teil der Vereinsmitglieder nun einmal versammelt hatte, wurde diskutiert, und zwar über Mitgliedsbeiträge und die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses (DGH).

Das erste Ziel des im September 2013 gegründeten Kultur- und Heimatvereins Weipoltshausen ist der Kauf des Dorfgemeinschaftshauses von der Gemeinde Lohra (die OP berichtete). Für den Kauf des DGH sind bisher von 96 Spendern 32.830 Euro eingegangen, berichtete Kassenwart Michael Ganz. Auf einer Spendenuhr am DGH und auf der Internetseite des Vereins www.kuh-
 weipoltshausen.de wird über den Stand der Spendeneingänge informiert.

Vorschlag: 25 statt 12 Euro Mitgliedsbeitrag

Ein Vertragsentwurf vom 22. April benennt einen Kaufpreis für das DGH: 95.000 Euro. Vorsitzender Wolfgang Waldschmidt forderte eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags von bisher 12 Euro auf 25 Euro jährlich. Gegenargumente kamen aus der Versammlung: Ziel sei es, den Verein mitgliedermäßig auf eine breite Basis zu stellen, und viele Weipoltshäuser seien gerade erst eingetreten. Da sei die Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen das falsche Signal.

„Weipoltshausen hat knapp 600 Einwohner. Wir befinden uns mit unserem Verein jetzt noch in der ,Findungsphase‘, sagte Ganz. „Wir sollten von Haus zu Haus gehen, mit den Leuten persönlich sprechen, die Situation erläutern und um Spenden bitten“, ergänzte er. Dieser Vorschlag fand große Zustimmung, und es bildeten sich spontan etliche Zweiergruppen, die sich bereit erklärten, in ihrer Nachbarschaft vorzusprechen.

Zudem soll ein Transparent am Ortseingang auf die Situation hinweisen. Denn es müssen möglichst schnell weitere Spenden eingehen, damit der Verein in die Verkaufsverhandlungen mit der Gemeinde einsteigen kann, sagte Waldschmidt.

„Es geht um unser Dorfgemeinschaftshaus und damit um ein Stück Lebensqualität in unserem Ort“, sagte Ortsvorsteher Patrick Voyé. Es sei noch nicht beschlossen, das Haus zu kaufen, und ohne Rückhalt könne der Vorstand den Kaufvertrag nicht unterzeichnen, so die Botschaft des Vorstandes.

von Anita Ruprecht

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