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Wehr hält 80 Jahre Tradition hoch

Jubiläum Wehr hält 80 Jahre Tradition hoch

Die Mitglieder der Weitershäuser Wehr feierten mit Gästen das 80-jährige Bestehen der Gladenbacher Stadtteilwehr.

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Die Aktiven und die Feuerwehrangehörigen der Alters-und Ehrenabteilung präsentierten die alte, noch funktionstüchtige Wehrmachtsbeute-Motorspritze.

Quelle: Ingrid Lang

Weitershausen. Mit der Kranzniederlegung und dem Totengedenken auf dem Friedhof erinnerten die Kameraden an das 80-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Weitershausen. Im Anschluss trafen sich die Einsatzkräfte, Alters- und Ehrenkameraden sowie die Gäste zum Festkommers im Dorfgemeinschaftshaus (DGH).

Wehrführer Frank Naumann-Prinz erinnerte in seinem Rückblick an die Gründung der Feuerwehr vor acht Jahrzehnten. Bereits 1934 wurde nach der Pflichtfeuerwehr die freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Den Vorsitz hatte bis 1941 Feuerwehrkommandant Heinrich Lauer.

Gut erhaltene Raritäten sind der Stolz der Wehr

Gute Dienste leistete die Wehrmachtsbeute-Motorspritze von 1945 bis 1968, danach war sie mehr als 20 Jahre im Keller des alten Pfarrhauses verschollen. Zur Einweihung des neuen Gerätehauses wurde sie wieder restauriert und im vergangenen Jahr hat sie Gerätewart Guido Happel wieder zum Laufen gebracht. Die Aktiven präsentierten die alte Motorspritze während des Festkommers vor dem Eingang des DGH.

Insgesamt 25 Jahre lang leistete das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), das 1970 noch von der damals selbständigen Gemeinde Weitershausen gekauft wurde, der Wehr bis 1995 treue Dienste. Danach erhielt die Wehr ein TSF-W mit einem Wassertank, der den Einsatzkräften eine sofortige Brandbekämpfung ermöglichte.

Restauriert und wieder voll einsatzfähig ist auch der Tragkraftspritzenanhänger Baujahr 1955. An das fünfzigste Jubiläum erinnert noch heute ein rotblühender Kastanienbaum.

Zu den größten Einsätzen zählt der Brand auf dem „Merjehob“ Anfang Januar 1990. Von 1954 bis in die 80iger Jahre absolvierte die Wehr zahlreiche Wettkämpfe mit großem Erfolg. Aber auch die Geselligkeit kam in den letzten Jahrzehnten nicht zu kurz. Bis heute zählt das Aufstellen des Maibaums zur Tradition der Feuerwehr.

Dank und Anerkennung zollte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Alexander Wagner den Einsatzkräften sowie den Männern, die vor 80 Jahren die Wehr ins Leben riefen. Für sie gelte bis heute der Wahlspruch „Retten, bergen löschen“. Für die befreundeten Wehren übergab Wagner kleine Präsente.

Lob und Respekt zollten der Feuerwehr auch die Vertreter aus Politik wie Angelika Löber, Detlef Ruffert, Werner Waßmuth, Walter Jakowetz als Erster Stadtrat Gladenbachs, Stadtverordnetenvorsteher Hans-Hermann Ullrich, Ortsvorsteher Werner Grosch, der Präsente für die Vereine überreichte, sowie Jagdpächter und Mitinhaber des Alten-und Pflegeheims Mario Stauzebach. Musikalisch begleitet wurde der Kommers vom Kirchenchor und den Ohetaler Sängerknaben. Bei Musik und Unterhaltung durch Michael Breitstadt feierten Weitershäuser mit Freunden und Gästen ihr 80-jähriges Bestehen.

Die beiden Jubilare Walter Prinz und Robert Dippel erinnern sich noch daran, wie sie die alte Spritze aus dem in den 1950er Jahren abgerissenen Spritzenhaus holen mussten. Das kleine Spritzenhaus hatte dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses weichen müssen.

Sehr überrascht von der Ernennung zum Ehrenwehrführer zeigte sich Werner Lauer der 1966 in die freiwillige Feuerwehr eintrat und sich durch Lehrgänge bis zum Löschmeister weitergebildet hatte.

Lauer übte das Amt des Wehrführers 15 Jahre lang aus und wirkt heute in der Alters-und Ehrenabteilung mit.

von Ingrid Lang

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