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Weber ist Schäfer aus Leidenschaft

Hütewettbewerb Weber ist Schäfer aus Leidenschaft

Im Oktober treffen sich Schäfer aus ganz Deutschland zum Hütewettbewerb für Border Collies an der „Dicken Buche“ in der Gemeinde Bad Endbach.

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Aufmerksam verfolgen die beiden Border Collies „Senta“ und „Fly“ die Bewegungen der Herde.

Quelle: Klaus Peter

Schlierbach. Nachdem hier im vergangenen Jahr Schäfer 
Johannes Weber bereits mit der Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland (ABCD) erstmals einen Hütewettbewerb ausrichtete, steht in diesem Jahr eine Neuauflage dieses Wettbewerbs an.

2015 zählte dieser Hütewettbewerb 68 Teilnehmer, wobei diese aus dem gesamten Bundesgebiet und aus der Schweiz kamen. In diesem Jahr rechnet Johannes Weber sogar mit 80 Teilnehmern. Der Wettbewerb findet am 2. und 3. Oktober an der „Dicken Buche“ und damit an einer markanten Stelle statt, wo sich die Gemarkungen Schlierbach, Bottenhorn und Wallenfels berühren.

An beiden Tagen erfolgt der Start um 9 Uhr. Der Wettbewerb wird in den Klassen für Anfänger, Fortgeschrittene und in 
einer offenen Klasse angeboten. Für dieses Ereignis baut der 
Veranstalter einen „Britischen Parcours“ auf, der von dem Wertungsrichter abgenommen wird.

Liebe auf den ersten 
 Blick für Hündin „Senta“

Etwa 300 Meter umfasst die Strecke des Parcours, auf dem jeder Bewerber mit seinem Border Collie insgesamt fünf Schafe möglichst auf einer geraden Linie durch die Hindernisse und an den Hindernissen vorbei auf den „Hüter“ zutreibt.

Für den Wettbewerb gibt es Zeitvorgaben, wobei zum Beispiel auch Abweichungen der Schafe von der gedachten geraden Linie geahndet werden. Die Schafe werden für diesen Wettbewerb von der Schäferei Weber in Schlierbach zur Verfügung gestellt.

Der 30-jährige Schäfer Johan­nes Weber ( Foto: Peter) hat seine Liebe 
zur Landwirtschaft früh entdeckt und besaß früher Mutterkühe. Vor etwa sieben Jahren kaufte er die ersten Schafe. 
Durch Nachzucht und weitere Zukäufe umfasst seine Herde 
im Moment etwa 250 Schafe 
und Ziegen. Ziel ist es, diesen Bestand in den nächsten Jahren auf etwa 400 bis 450 Tiere 
zu vergrößern.

„Meinen ersten Border Collie“, so berichtet Weber, „habe ich von einem 
Frankenbacher Schäfer gekauft, von dem ich auch meine ersten fünf Heidschnucken erwarb.“ Als er die Border-Collie-Hündin mit Namen „Senta“ sah, habe er sich „spontan in diesen Hund verliebt“. Mittlerweile hat er 
neben der zwölfjährigen „Senta“ noch die fünfjährige Hündin „Fly“ und den zweijährigen 
Rüden „Rio“.

Seine Schafe leben bei Weber überwiegend in Koppelschafhaltung, wobei der Schäfer nach seinem Arbeitstag als Metallbauer diese Herde täglich noch drei bis vier Stunden nachmittags hütet. „Für mich ist das Hüten jeden Tag wie Urlaub. Wer einmal mit der Schafzucht angefangen hat, den lässt diese besondere Liebe zum Tier nicht mehr los“, sagt Johannes Weber über seine Leidenschaft.

Auch in diesem Jahr wird der 30-Jährige, wie im vergangenen Jahr, an dem Border Collie Hütewettbewerb vor seiner Haustür teilnehmen. Dabei wird ihm sein vierjähriger Sohn Ben Taylor, der ihn schon beim Hüten begleitet, die Daumen drücken.

von Klaus Peter

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