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Wasserrettung auf der „Wolfram“

DLRG tauft Boot Wasserrettung auf der „Wolfram“

Das neue Einsatzboot der DLRG-Ortsgruppe Gladenbach hat einen klang­vollen Namen: Es heißt „Wolfram“ – benannt nach dem Ehrenvor­sitzenden Dr. Wolfram Schneider.

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Fabian Münkel macht die Leinen los, Jens Weber gibt Gas: Bei der Tauffahrt des neuen Einsatzbootes der Gladenbacher DLRG-Ortsgruppe hatten alle sichtlich Spaß (von links): Bürgermeister Peter Kremer, Ehrenvorsitzender Dr. Wolfram Schneider, Vorsitzender Gernot Hirth und Landrätin Kirsten Fründt.

Quelle: Karin Berge

Gladenbach. Das alte Boot der Ortsgruppe Gladenbach in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft genügte nicht mehr den Anforderungen. Deshalb wurde in diesem Sommer ein neues angeschafft. Das wurde nun dort in Dienst gestellt und getauft, wo das alte oft im Einsatz war: am Perfstausee.

Ein ganz besonderer Ehrengast schlug bei dieser Taufe die Brücke zu den Anfängen der Gladenbacher DRLG: Dr. Wolfram Schneider. Der heute in Bad Laasphe lebende pen­sionierte Lehrer stammt aus Gladenbach. 
Sein Name wird vor allem bei den langjährigen aktiven DLRGlern mit großer Verbundenheit und tiefer Dank­barkeit ausgesprochen: Dr. Wolfram Schneider ist ein Rettungsschwimmer der ersten Stunde, auch wenn er, wie er es immer wieder betont, nicht zu den Gründungsmitgliedern der Gladenbacher Ortsgruppe zählt.

„Aber ich war bei der Gründung dabei, zusammen mit Karl-Heinz Huth und Dr. Luise Schwob-Gröger, die 1961 die Ortsgruppe aus der Taufe hoben.“

Damit erklärt sich auch, warum Schneider, von allen liebevoll unser „Wolly“ genannt, erst in diesem Jahr die Auszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt. Die Ortsgruppe feierte bereits 2011 ihr Jubiläum.

Laudatio mit viel Witz und Augenzwinkern

Die Laudatio bei der Ehrung und Bootstaufe hielt der Vorsitzende der Ortsgruppe. Gernot Hirth. Mit viel Witz und 
Augenzwinkern ließ er einige markante Szenen aus der Ära „Wolly“ Schneider vor den Gästen lebendig werden und überreichte ihm die Ehrenurkunde.

Auch der zweite Vorsitzende und stellvertretende Bezirks­vorsitzende Michael Kirch erinnerte an unvergessene Augen­blicke und brachte dankbar 
seine persönliche Anerkennung zum Ausdruck. Er überreichte dem Ehrenvorsitzenden einen Präsentkorb.

Der Reigen war eröffnet, als nächste sprach Landrätin Kirsten Fründt. Sie zeigte sich be­eindruckt vom Werdegang des Jubilars und betonte sehr eindringlich, welche Wertschöpfung der Landkreis Marburg-Biedenkopf aus den ehrenamtlichen Einsatzkräften der DLRG ziehe.

Sicherheit im und am Wasser werde durch solche Menschen und deren soziales ehrenamtliches Engagement erst möglich, sagte sie. 
Besonders geehrt fühlte sie 
sich, an einer Bootstaufe teilnehmen zu dürfen, bei der der Namensgeber persönlich an­wesend ist.

Lebensretter engagieren sich auf vielfältige Weise

Auch Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer, der mit seiner Frau Martina zur Bootstaufe an den See gekommen war, sprach seine Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit der Lebensretter aus. Er ging auch auf die nachhaltige Kinder- und Jugendarbeit der Gladenbacher Ortsgruppe ein, die seit einem halben Jahrhundert Kindern das Schwimmen beibringt und Rettungsschwimmtraining anbietet.

Die feierliche Taufe wurde standesgemäß mit Sekt vollzogen. Auf Geheiß der Einsatztruppe wurde das Bootsinnere mit Sekt begossen. Flaschen zerschellen war nicht erwünscht, der gefährlichen Scherben wegen. Die Wasserrettungsdienst- und Katastrophenschutzeinheit der Gladenbacher DLRG ist in den Wasserrettungszug MarburgBiedenkopf integriert.

Die Einheit besteht aus zehn Helferinnen und Helfern. Sie sind oder werden speziell für die 
Aufgabengebiete ausgebildet. Dies sind die Mitwirkung im 
Katastrophenschutz des Landes Hessen und die Sicherstellung der Wasserrettung im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Zahl der Einsätze nimmt zu

Die Anzahl von Unwettern 
und Naturkatastrophen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Hochwasser durch extreme oder lang anhaltende Niederschläge, wie beim Elbhochwasser, fordern die Katastrophenschutzeinheit.

Auch in den heimischen Gebieten kommt es immer wieder zu extrem hohen Pegelständen der Flüsse und zu Bedrohungen für Mensch, Tier und Umwelt. Aufgrund der Ausbildung von Hochwasserhelfern und Strömungsrettern ist die Gladenbacher Einheit bei Hochwasser universal einsetzbar und kann anderen Hilfsorganisationen mit Material und Personal zur Seite stehen.

Die Ausbildung in Theorie und Praxis findet jeden ersten Sonntag im Monat statt. Weitere 
Informationen gibt es auf der Internetseite der Ortsgruppe: www.gladenbach.dlrg.de

von Hartmut Berge

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