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Wasserpest überwuchert Perfstausee

Verkrautung Wasserpest überwuchert Perfstausee

Eine neue Pflanzenart verbreitet sich im Perfstausee. Die „Schmalblättrige Wasserpest“ (Elodea Nuttallii) vermehrt sich darin mit rasender Geschwindigkeit.

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Ein dichter Pflanzenteppich bedeckt den Perfstausee.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Breidenstein. Ein ausgedehnter zum Teil dichter Pflanzenteppich erstreckt sich vor allem zwischen dem Bootssteg und dem Naturschutzgebiet. Noch lassen sich nicht alle Schwimmfreudigen von der grünlichen Masse davon abhalten, im See zu baden. Auch gestern schwammen trotz bewölktem Himmel, aber bei 24 Grad Wassertemperatur einige Badenixen im See. Der Geschäftsführer des Wasserverband, Volker Haupt, weist jedoch darauf hin, dass „durch die zunehmende Verkrautung des Sees das Befahren mit Booten auf weiten Teilen des Gewässers bereits faktisch kaum mehr möglich ist. Einschränkungen für den Badebetrieb können ebenfalls nicht mehr ausgeschlossen werden“.

Seit einigen Wochen wird die Vermehrung der „Schmalblättrigen Wasserpest“ und die großflächigen Ausbreitung beobachtet. Für den Menschen seien die Pflanzen grundsätzlich ungefährlich, teilte Stephan Schienbein, Sprecher des Landkreises mit. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze verbreitet sich über Wassersportgeräte oder über in die Gewässer entleerte Aquarien sowie durch Wasservögel.

Während die Wasserpest in Nordrhein-Westfalen im Einzugsgebiet der Ruhr bereits seit dem Jahr 2000 in mehreren Talsperren und Stauseen zu einer massiven Verkrautung geführt hat, ist ihr Auftreten im Perfstausee neu. Die Wasserpest bildet zwar einen grünen Pflanzendschungel im See, sie ist aber ein zartes Gewächs, das schon bei leichter Berührung zerreißt. Deshalb fällt sie auch nicht unter die Bezeichnung Schlingpflanze. Laut Schienbein ist die Wasserqualität im See durch die Pflanzen nicht beeinträchtigt.

von Silke Pfeifer-Sternke

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