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Warten auf Vertragsuntzerzeichnung

Innenstadtinsel Warten auf Vertragsuntzerzeichnung

Ob der amtierende Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim bis zum Ende ­seiner Amtszeit die neugestaltete Innenstadt-­Insel einweihen kann, ist mehr als fraglich.

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Rege Bautätigkeit herrscht auf dem Teil der Innenstadt-Insel, die der VR-Bank gehört und gestalterisch dem öffentlichen Teil angeglichen wird.

Quelle: Michael Schneider

Gladenbach. Am 30. September endet die zweite Amtszeit des Stadtoberhaupts. Am 1. Oktober übernimmt Nachfolger Peter Kremer die Amtsgeschäfte als Gladenbachs Bürgermeister.

Ende September sollte auch die Umgestaltung des Areals zwischen Marktstraße und Teichstraße abgeschlossen sein.

Zwei Umstände könnten aber dazu führen, dass in Kürze die Baustelle ruht und damit vor Oktober an die Fertigstellung des Projektes nicht zu denken wäre: Die Stadt ist nach wie vor nicht im Besitz des Geländes zwischen VR-Bank und dem Haus Schlag. Dort soll ein wichtiger Durchgang zwischen Marktstraße und Teichstraße geschaffen werden. Der wird noch durch eine Mauer und ein kleines Nebengebäude blockiert, die abgerissen werden sollen, wenn die Verträge unterschrieben sind. Der Abriss kann aber auch erst dann erfolgen, wenn die Firma „Pizza-Blitz“ aus besagtem Nebengebäude in die neuen Räume im hinteren Teil des früheren Schlecker-Marktes umgezogen ist. Die sind aber noch nicht bezugsfertig.

Abgebrochen werden soll auch eine Rohbaugarage neben dem früheren Katasteramt. Dann wäre auch dort - wie vorgesehen - der gerade Durchgang zur Marktstraße möglich. Die Verhandlungen über den Kauf der Garage waren ins Stocken geraten, aber auf Initiative des künftigen Bürgermeisters Peter Kremer wieder aufgenommen worden. Frank Laux, Besitzer des ehemaligen Katasteramtsgebäudes und der besagten Garage, bestätigte am Freitag auf Anfrage der OP, dass mit der Stadt eine gemeinsame Lösung gefunden worden sei. Weil der erste Vertragsentwurf nicht alle Vereinbarungen enthalten habe, sei nun eine zweite Version in Arbeit, erklärt Laux. Er gibt die Garage an die Stadt ab und erhält dafür einen Streifen Gelände, der es ermöglicht, an seinem Haus zu parken.

Herzblut von Frank Laux hängt nicht an der Garage

Sein Herzblut hänge nicht an der Garage, und zu den Vereinbarungen stehe er, und er werde den entsprechenden Vertrag unterschreiben, versichert Frank Laux. Voraussetzung sei aber, dass die Stadt in den Besitz des Geländes gelange, das sie ihm für die Garage geben wolle. Dass die dafür nötigen Verträge noch nicht unterzeichnet seien, habe er erst im Laufe der jüngsten Verhandlungen erfahren, berichtet der in Gießen tätige Anwalt.

Bezüglich der Verträge für den Ankauf besagter Mauer und des Nebengebäudes hatte Gladenbachs Bauamtsleiter Ulrich Weber im Gespräch mit der OP schon vor Wochen angedeutet, dass es August werden könne, bis alle notariellen Dinge geklärt seien. Nun kommt die Urlaubszeit als weiterer Zeitfaktor hinzu.

Über das aktuelle Baugeschehen informierten sich in dieser Woche Gladenbachs Ortsbeirat und der künftige Bürgermeister Peter Kremer. Bauamtsleiter Ulrich Weber stand Rede und Antwort. Diskutiert wurde unter anderem über Sinn und Zweck der fast terrassenförmigen Abstufung des recht abschüssigen Geländes. Dies soll vor allem der optimalen Leitung des Oberflächenwassers dienen. Zur Sprache kam auch die mithilfe heller Steine durchgehende Linienführung auf dem Platz. Die Linien grenzen die Stellflächen ein, sind aber auf den Zuwegungen nicht unterbrochen. So wie von Planern und Entscheidungsträgern gewollt, solle damit der Charakter eines durchgehenden Platzes vermittelt werden, erklärte Weber. Weil die Befürchtung, dies könne Parkplatz suchende Autofahrer irritieren, hypothetisch ist, soll während der Bauphase an den hellen Pflasterlinien nichts verändert werden. Vieles erschließe sich einem erst, wenn der Platz samt seiner Grünanlagen fertig sei, sagte Weber.

von Hartmut Berge

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