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Warnung vor Eisfall auf der Baustelle

Windpark Hilsberg Warnung vor Eisfall auf der Baustelle

Die Standortgegner monierten Sicherheitsmängel, die Gemeinde Bad Endbach dokumentierte im Auftrag der Bauaufsicht die Warnhinweise.

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Drei der fünf Windkraftanlagen auf dem Hilsberg laufen im automatischen Probebetrieb. Von einer lösten sich in den vergangenen Tagen Eisbrocken.

Quelle: Gianfranco Fain

Bottenhron. Jetzt haben es die Hilsberg-Windräder auch auf die Videoplattform youtube im Internet geschafft. Allerdings nicht als Werbeträger oder im Hintergrund einer Landschaftsaufnahme – nein, die Standortgegner belegen damit, dass sich von einer Gondel Eisbrocken lösen und zu Boden stürzen. Die Dokumentation nutzten die Standortgegner aus Holzhausen, um am Donnerstag das Regierungspräsidium (RP) in Gießen per E-Mail dazu aufzufordern, „für entsprechend wirkungsvolle Sicherheit am Hilsberg zu sorgen“.

Das für die BImSchG-Genehmigung als Sammelbehörde tätige RP gab die Beschwerde an die zuständige Bauaufsicht des Landkreises weiter. Aus der dortigen Pressestelle erklärte Sprecher Markus Morr, dass die Gemeinde Bad Endbach beauftragt worden sei, die Angaben zu prüfen.

Deren Bauamtsleiter Thomas Reuter bestätigt den Auftragseingang am späten Donnerstag und benennt das Ergebnis der Überprüfung am Freitagvormittag folgendermaßen: Es fehlten zwei Eiswarnschilder, wovon eins bereits ersetzt und ein zweites bestellt sei. Zudem fehle ein Schild, dass auf das Betretungsverbot der Baustelle hinweist, eine Absperrbake sei umgedreht, sodass der Hinweis nicht mehr zu lesen sei und eine zweite sei umgefahren worden – vermutlich als dort die Loipe gespurt wurde.

Wegen der Loipe will Reuter das Gespräch mit dem Skiclub Holzhausen suchen, denn dem sei während der Bauphase die Nutzung des Weges als Loipe untersagt worden. „Wie wir das im kommenden Jahr regeln, müssen wir sehen“, schließt Reuter eine Nutzung nicht generell aus. Wegen der anderen Hinweisschilder will Reuter abwarten, ob und was die Bauaufsicht der Gemeinde aufgrund des Berichts in der nächsten Woche auferlegt.

Anblick täuscht: Hilsberg ist noch eine Baustelle

Weil er dort oben jedoch selbst eine Spaziergängerin angetroffen hat, der nicht bewusst war, dass sie sich auf einer Baustelle befinde, warnt der Bauamtsleiter nochmals vor dem Betreten des abgesperrten Gebiets. Auch wenn die Windräder den Eindruck machten, als seien sie fertiggestellt, so sei dies nicht der Fall. Sie laufen im automatisierten Probebetrieb beziehungsweise zwei werden darauf vorbereitet. Solange dieser Prozess nicht abgeschlossen ist, handele es sich immer noch um eine Baustelle, deren Betreten verboten sei, worauf auch Schilder hinweisen. Dieser Zustand werde bis zum März anhalten, erklärt Reuter. Aber auch danach werden die Windradstandorte eine Baustelle bleiben, weil dann die Arbeiten zur Rekultivierung beginnen.

Reuter weist zudem darauf hin, dass Interessierte an einer Baustellenbesichtigung sich bei der Gemeindeverwaltung melden können.

Die Videos sind im Internet unter folgenden Adressen zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=tE4_xWHNxTs

https://www.youtube.com/watch?v=VD2V-qz7880

https://www.youtube.com/watch?v=xjI2aGZGU1M

von Gianfranco Fain

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