Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° Regen

Navigation:
Wandel vollendet: Kompost ersetzt Müll

Ehemalige Eiserfelder Steinwerke Wandel vollendet: Kompost ersetzt Müll

Wo einst illegal abgestellter Müll lagerte und Unkraut wucherte, wirkt es jetzt sauber und aufgeräumt. Die Fläche am Verbindungsweg von Buchenau zur Carlshütte dient als Lager für Holzschnitzel und Container.

Voriger Artikel
Anwälte sehen Widersprüche
Nächster Artikel
Prognose lässt besseres Ergebnis erwarten

Die Fläche der ehemaligen Eiserfelder Steinwerke ist für Bedürfnisse des Containerdienst Bamberger hergerichtet.

Quelle: Gianfranco Fain

Buchenau. Seit einigen Tagen ist es für Wanderer, Radfahrer und alle anderen Menschen, die den Verbindungsweg von Buchenau zur Carlshütte nutzen, zu sehen: Die Umwandlung des Werksgeländes der ehemaligen Eiserfelder Steinwerke ist vollzogen. Der Containerdienst nutzt es mittlerweile als Stellfläche für seine Transportmittel und als Lagerstätte für Schnittgut, das zu Kompost und Brennmaterial umgewandelt wird.

Schon Anfang des Monats nutzte die SPD-Fraktion der Dautphetaler Gemeindevertretung einen Ortstermin, um zu sehen, was sich nach ihrer Initiative auf dem Gelände getan hat. Jürgen Bamberger erläuterte, dass die Umwandlung nahezu vollzogen sei: Der illegal abgelagerte Müll wurde fachgerecht entsorgt und der Boden untersucht. Das Ergebnis: „Es sind keine Schadstoffrückstände vorhanden, das Wasser hat sogar Trinkwasserqualität“, berichtete Bamberger aus den Berichten des Regierungspräsidiums Gießen.

Damals stand noch die Zerkleinerung der Steine an – Reste aus der Tätigkeit der Steinwerke sowie aus dem abgerissenen Turm. Mit dem Material wurde das rund 7500 Quadratmeter große Gelände in drei Ebenen befestigt. Somit können die großen Containerfahrzeuge das Schnittgut dort anliefern, was zu Schnitzeln für Heizungsanlagen und Kompost für den Garten verarbeitet wird. Einen Teil des Geländes nutzt Bamberger auch als Stellfläche für seine Container und Fahrzeuge. Entgegen der ursprünglichen Planung wird die Halle nun doch nicht abgerissen. Sie erhält ein neues Dach, um sie als Trockenlager nutzen zu können.

Ob der Fahrradweg verbreitert wird, ist offen

Folgen sollte noch die Bepflanzung der Böschungen sowie des rundum angelegten Erdwalls, damit die Lagerfläche in die naturnahe Umgebung „einbettet“ wirkt. Die Zufahrt zum Gelände befindet sich an der Spitze, wo es an Bahnstrecke und Fahrradweg stößt.

Befestigt ist schon der Randstreifen des Geländes Richtung Bahnübergang, den Bamberger der Gemeinde Dautphetal überlässt. Sie soll dazu dienen, den Radweg an dieser etwas unübersichtlichen Stelle verbreitern zu können. „Wir werden beobachten, wie sich die Nutzung in der Praxis entwickelt und wie sich der laufende Betrieb gestaltet“, erklärte Bürgermeister Bernd Schmidt auf Anfrage der OP. Gegebenenfalls werde die Gemeinde dann tätig werden.

Er habe schon „unerwartet viel Mehraufwand“ gehabt, um Schutt und Gerümpel von dem Gelände zu entsorgen, sagt Bamberger – was allerdings Dank der „guten Unterstützung“ durch das Regierungspräsidium und der Gemeinde reibungslos abgelaufen sei.

Beeindruckt zeigten sich die Genossen von der Leistung Bambergers. „Man sieht jetzt erst, was für eine große Fläche das ist“, bemerkte Jürgen Dannenhaus. Die Umwandlung des Geländes hatten Mitglieder der SPD-Fraktion angestoßen, als sie bei einer Betriebsbesichtigung von den Erweiterungswünschen des Unternehmers erfuhren und ihm das ehemalige Gelände des Steinwerks nahebrachten.

von Gianfranco Fain

Vor gar nicht all zu langer Zeit sah das Gelände noch so aus. Foto: Gianfranco Fain
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr