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Walzer trifft auf Country-Musik

Bad Endbacher Musiktage Walzer trifft auf Country-Musik

Der Siegbacher Schlagersänger und Komponist Michael Heck nahm 250 Zuhörer mit auf eine musikalische Reise von Nashville nach Wien.

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Der in Eisemroth geborene Sänger Michael Heck nahm die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Reise nach Nashville und Wien. Foto: Peter

Bad Endbach. „Das Beste kommt zum Schluss.“ Mit diesen Worten begrüßte Silke Dries von der Tourist-Information am Samstag die Besucher im Kursaal des Kur- und Bürgerhauses zum vorletzten Konzert der 24. Bad Endbacher Musiktage. Der Weg von Nashville nach Wien ist weit und mit Überlänge gestaltete sich dann auch das Konzert, das Michael Heck mit seinen großen Erfolgshits „Atlantis“ und „Anna Lena“ eröffnete. Genau diese Musik war es, die die Fans erwarteten und begeistert klatschend den Takt aufnahmen.

Michael Heck gab viele Einblicke in die Musikgeschichte und seine Bekanntschaften mit Stars der Schlagerszene. Er berichtete von Roy Black, bekannt als Schmusesänger, der so gerne Rock ’n‘ Roll machen wollte und hatte mit „Du bist nicht allein“ eine neue Version im Gepäck. Dieser Vortrag wurde mit Bravorufen quittiert. Für Furore sorgte auch „Dreams are ten a penny“ (John Kincade) und nicht zuletzt Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ in einer ebenfalls neuen Heckschen Version.

Der Sänger berichtete von seiner Freundschaft mit Tony Christie und bei dessen Hit „This is the way to Amarillo“ waren die Fans voll dabei. Dazu konnte besser nicht passen „Für Dich geh ich durchs Feuer“. Mit „Ich schenk Dir ein Schloss“ und „Mein uraltes Buch“ hatte Michael Heck auch eigene Versionen im Gepäck, die demnächst in einem neuen Album erscheinen.

Nach der Pause der etwa zweieinhalb stündigen Veranstaltung eröffnete Michael Heck den zweiten Konzertteil mit „Some broken hearts“ und begab sich musikalisch über den Atlantik. „Willkommen in Flamingo Bay“, „Easy Rider USA“ und „Ring of Fire“ durften dabei nicht fehlen. Träume von Freiheit kamen auf bei dem tollen Sound von Easy Rider USA, wo Michael Heck von seiner Ausbildung bei Joe Melson, „dem größten Komponisten der amerikanischen Musikgeschichte“ berichtete, bei dem er in Nashville amerikanische Musikgeschichte, Gesang und Songwriter studiert habe. Ein Schlüsselerlebnis sei für ihn das Zusammentreffen mit Uwe Busse, dem Erfolgsproduzenten der Flippers, gewesen, wo er als Autor für diesen und auch für JackWhite gearbeibetet habe. Mit „Country Roads“ klang diese musikalische Country-Zeitspanne aus. Dass Michael Heck Schlager von Ronny covert, entspricht seiner Stimmlage, die über drei Oktaven reicht. Eine Kostprobe daraus waren der Klassiker „Glory Halleluja“, „Hohe Tannen & Silberne Sterne“ sowie „Dunja“.

Bis 2016 sei eine ganze Serie von neuen Titeln zu erwarten, kündigte Heck an. Zu den Kostproben daraus gehören der Walzer „Rote Rosen aus Wien“, der mit großem Applaus bedacht wurde und auch mit „Madeleine“, ein flotter Marsch.

Romantik pur war zum Konzertausklang angesagt mit „Sierra Madre del Sur“ und nicht zuletzt auch Nostalgie bei Roy Orbisons „Only the Lonely“. Diesen Hit verbindet Heck mit den ersten Schritten seiner Laufbahn in den 1980er-Jahren und seiner Tätigkeit als DJ und Sänger in den Bad Endbacher Gaststätten „Linde“ und „Hessenhof“.

von Helga Peter

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