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Walter Jakowetz ist Ehrenbürger

Hohe Auszeichnung Walter Jakowetz ist Ehrenbürger

Am 15. Dezember wird Walter Jakowetz für 48 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in Kommunalpolitik, Vereinen und Institutionen mit dem Ehrenbürgerrecht gewürdigt.

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Walter Jakowetz wird am 15. Dezember die Ehrenbürgerwürde der Stadt Gladenbach verliehen.

Quelle: Helga Peter

Gladenbach. „Ich kenne niemanden, der in der Kommunalpolitik und in den Vereinen ­ehrenamtlich so viel geleistet hat“, sagte Bürgermeister Peter­ Kremer, nachdem Stadtverordnetenvorsteher Roland Petri den Tagesordnungspunkt „Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Herrn Walter Jakowetz“ zur Beschlussfassung aufgerufen hatte.

Der Gladenbacher hatte schon in der Vorbereitung viele­ Fürsprecher: neben Petri und Rolf Baumann den gesamten Magistrat mit Bürgermeister ­Peter Kremer an der Spitze.

Jakowetz habe viel geleistet in den Bereichen Sport, Kultur und bei den Sozialverbänden. „Wenn nicht ihm, wem soll man dann die Ehrenbürgerwürde antragen?, fragte Petri.

Blick über den Tellerrand

Jakowetz hörte diese lobenden Worte nicht, weil er den Saal vor der Abstimmung verlassen hatte. Als er zurückkam, stand fest, dass das Parlament einstimmig für den Antrag gestimmt hatte.­ Jakowetz freute sich über die Ehrung und lud die Stadtverordneten, von denen einige langjährige Wegbegleiter sind, am 15. Dezember zu einem besonderen Festessen in die Kulturscheune nach Frohnhausen ein. An seinem Ehrentag wird Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die Laudatio auf den Gladenbacher halten.

Die kommunalpolitische Karriere von Walter Jakowetz begann 1968, als er als Stadtverordneter ins Parlament einzog. Seit seinem ersten Tag ist er auf dem kommunalpolitischen Parkett bis heute zu Hause. Sein kommunalpolitischer Lebenslauf ist lückenlos. Lediglich die Aufgabenbereiche änderten sich hin und wieder. So war er zum Beispiel von 1972 bis 1985 als Stadtverordnetenvorsteher Chef der Parlamentarier. 2001 zog er in den Magistrat ein, 15 Jahre lang war er als Erster Stadtrat in der Funktion als Vertreter des Bürgermeisters im Stadtgebiet ein willkommener Gast bei zahlreichen Veranstaltungen.

Kommunalpolitisch schaute Jakowetz auch über den Tellerrand und war seit Beginn seiner Laufbahn Mitglied des Kreisausschusses – mit Unterbrechungen. Zuletzt war er von 2009 bis 2011 als Kreistags-Abgeordneter aktiv. Seit 1989 ist der Gladenbacher Vorsitzender des Sozialverbandes VdK Gladenbach und seit 1990 übernahm er zudem den Vorsitz der DRK-Ortsgruppe Gladenbach.

Jakowetz hat im Laufe seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten bereits zahlreiche Ehrungen von den Vereinen und Verbänden erfahren. Die Ehrenbürgerwürde krönt nun seine beachtliche Sammlung.

Gladenbacher spendet 
zum Wohl der Bevölkerung

Als Kommunalpolitiker ist er Träger der Ehrenplakette der Stadt Gladenbach in den Stufen, Bronze, Silber und Gold. Nachdem Jakowetz 20 Jahre als Stadtverordneter voll hatte, erhielt er die Ehrenbezeichnung „Ehrenstadtverordneter“, und der Landesehrenbrief des Landes Hessen hat seit Langem einen festen Platz in seinem Haus.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf verlieh Jakowetz 1986 die Ehrenmünze für seine zwölfjährige Tätigkeit im Kreistag, und er erhielt den Hessischen Verdienstorden am Bande. 2015 wurde dem Gladenbacher die Freiherr-vom-Stein-Plakette verliehen, die höchste Auszeichnung des Landes Hessen.

Nachdem er vom Land mit der höchsten Auszeichnung bedacht wurde, steht die Stadt Gladenbach dem nicht nach: Jakowetz erhält nun die höchste Auszeichnung der Stadt Gladenbach.

Walter Jakowetz hat sich nicht nur mit seinen Fähigkeiten für Stadt, Vereine und Institutionen eingesetzt, sondern auch finanziell hat er sich zum Wohl der Bürger eingebracht. Er spendete im Zuge des Umbaus der Friedhofshalle ein in Handarbeit gefertigtes Buntglasfenster, das künftig mit seinem Namen in Verbindung stehen wird.

Parlament genehmigt außerplanmäßige Ausgabe

Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend in der Parlamentssitzung einstimmig einer außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe­ von 25.000 Euro zu. Das Geld wird benötigt, um mit Öl kontaminierten Boden fachgerecht zu entsorgen.

Beim Einbau eines Ölabscheiders am Bauhof der Stadt Gladenbach wurde Anfang August beim Aushub der Baugrube die Bodenverunreinigung mit Altöl entdeckt. Der zuständige Fachdienst Wasser und Naturschutz des Landkreises wurde umgehend eingeschaltet und hat den kontaminierten Boden untersucht und veranlasst, dass weitere Erde ausgehoben wird bis zu einer­ Tiefe von sechs Metern.

Diese Arbeiten musste eine Spezialfirma übernehmen, der Erdaushub wurde auf dem Bauhofgelände bis zur Entsorgung durch eine Fachfirma gelagert. Diese Arbeiten waren nicht planbar, deshalb standen im Haushalt 2016 keine Mittel dafür bereit.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
 
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