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Wallauer rücken im Festzelt zusammen

Dorfjubiläum Wallauer rücken im Festzelt zusammen

725 Jahre: Ein Dorf an der Lahn feiert Geburtstag. Als vor dem gigantischen Feuerwerk alle Akteure auf der Bühne und die Gäste im Zelt das „Wallauer Lied“ sangen, kam ­Gänsehautstimmung auf.

Wallau. Fulminant ist das lange Festwochenende gestartet. Mehr als vier Stunden feierten am Mittwochabend „bahle 1500 Waller“ ausgelassen im Zelt am Fluss den Kommers mit anschließendem „Wallauer Abend“. Die Organisatoren des Jubiläumsvereins um die Vorsitzende Beate Gerhard hatten ein grandioses Programm auf die Beine gestellt. Darin begeisterten einmal mehr die Jazztänzerinnen des Turnvereins mit Tänzen aus ihrem im Winter uraufgeführten Musical „Unterm Regenbogen“.

Mit viel Humor und lustigen Fotografien erinnerte die Wallauer Burschenschaft um „Großvater“ Johannes Thome an die bewegte und lebendige Burschen-Tradition im Ort. Daneben sorgten Werner Klose und Barbara Hainbach mit ihrem Sketch vom Schuster und dem Philosophen für Lacher.

Beeindruckende Übungen zeigten die Jungen und Mädchen der Kunstturnvereinigung Obere Lahn, bevor der singende „Co-Pilot“ Matthias Carras auftrat. Zudem sangen der Frauenchor, das Duo Mike Eckel und Matthias Heuser und allen voran der mehr als 120-köpfige Projektchor, dem Beate Gerhard euphorisch bescheinigte: „Ihr wart Spitze!“

Zwischen den Aktionen gedachten die Wallauer namhaften Söhnen und Töchtern ihres Ortes, von der Historikerin Dr. Elsa Blöcher über die Unternehmer Theodor Meißner und Ludwig Grebe bis zu Fritz Henkel, dem Begründer des Waschmittel-Konzerns.

Zu Beginn des Festkommers würdigten die Ehrengäste das Dorf an der Lahn und seine Bevölkerung. Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig bescheinigte den Wallauern „Zielstrebigkeit, Ausdauer und Hartnäckigkeit“. Er lobte außerdem die durch das Fest „gefestigte und gestärkte Gemeinschaft“.

Daran knüpfte Festredner Willy Welsch an, den Menschen im Ort attestierte er „Integrität, Verlässlichkeit und Ideenreichtum“. Zudem seien die Leute in der Enge des Tales zusammengerückt und hätten eine mustergültige Gemeinschaft ausgebildet. In seinem Vortrag skizzierte Welsch außerdem die Entwicklung des Bauerndorfes zum Industriestandort.

Darüber sprach auch Schirmherr Günther Weber, der den „bahnbrechenden Unternehmermut“ und „die fleißigen Männer und Frauen“ in Vergangenheit und Gegenwart als Motoren des Aufschwungs ausmachte. Viele örtliche Unternehmen seien „Firmen von Weltruf“.

Sein Grußwort begann der in Wallau aufgewachsene Breidenbacher Unternehmer mit einer Liebeserklärung an das Lahndorf: „Meine Kindheit hier war die schönste Zeit in meinem Leben!“ Beinahe andächtig fragte der Schirmherr abschließend, wohin Wallau wohl gehen werde - er antwortete selbst: „Sicher in eine fantastische Zukunft!“

von Benedikt Bernshausen

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