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Wallau stockt Gewerbegebiet auf

Erster Spatenstich Wallau stockt Gewerbegebiet auf

Die Stadt Biedenkopf 
investiert mehrere 
Millionen Euro in 
das Gewerbegebiet „Krummacker“ im 
Stadtteil Wallau.

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Am Dienstag erfolgte der offizielle erste Spatenstich am Gewerbegebiet „Krummacker“ im Biedenkopfer Stadtteil Wallau. Die Bauarbeiten am ersten Bauabschnitt sollen im Mai des nächsten Jahres beendet sein.

Quelle: Gianfranco Fain

Wallau. An einem solchen Tag mache es Spaß, Bürgermeister zu sein, sagte Sozial­demokrat Joachim Thiemig am Dienstag vor dem offiziellen ersten Spaten­stich für das Gewerbegebiet „Krummacker“.

„Froh und stolz“ sei er, dass diese neue Fläche erschlossen wird, zumal 
 das Gewerbegebiet „Am Roten Stein“ nahezu gänzlich vermarktet sei. Der Krummacker stelle eine vorausschauende Planung dar, die Biedenkopf und Wallau weiter nach vorne bringen würden.

Auch Ortsvorsteher Jörg Sperling (UBL) äußerte seine Freude darüber, dass es mit Unterstützung der UBL endlich gelungen sei, das Gewerbegebiet nach zehnjährigem Kampf entstehen zu lassen.

Seit 20 Jahren werde über den Krummacker gesprochen, erklärte Thiemig zuvor, nun soll der erste Bauabschnitt oberhalb des bestehenden Gewerbegebietes an der Theodor-Meissner-
Straße im Mai des nächsten 
Jahres fertiggestellt sein. Bisher habe die Stadt Biedenkopf rund eine Million Euro in den Grundstückserwerb investiert, weitere fünf Millionen würden folgen.

Erschließung kostet Stadt 450.000 Euro

Allein für die Erschließung der rund 9,6 Hektar großen Fläche, 6,5 werden bebaubar sein, vergab die Stadt ein Auftragsvolumen von rund 920.000 Euro. Diese ergeben sich aus 700.000 Euro für den Straßenbau, 155.000 Euro für die Errichtung eines Kanals sowie 65.000 Euro zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung.

Die Erschließung ist durchaus eine Herausforderung. Versorgungsleitungen für Strom und Wasser müssen umgelegt werden, wofür die Stadtwerke Biedenkopf 450.000 Euro aufwenden. Der Abwasserkanal wird zum Teil im Fels verlegt, und auch für die Straßenanbindung wird einiges bewegt.

Das neue Gewerbegebiet wird über die Bundesstraße 62 zu erreichen sein, was im Bebauungsplan aus dem Jahr 2002 schon vorgesehen war. Zwischen den Anschlussstellen zur K 103 Bahnhofstraße und der B 253 am Wallauer T wird dies erfolgen. Für den Zubringer wird es einen Einschnitt in den Berg geben, die Straße wird eine neunprozentige Steigung aufweisen.

Das entnommene Material aus dem Straßenbau wird dazu verwendet, das Gewerbegelände plateaumäßig aufzuschütten, um die Bebauung zu erleichtern. Die Zufahrt ins Gewerbegebiet wird mit beleuchteten Geh- und Radwegen ausgebaut.

Als weitere Besonderheit zählte Thiemig auf, dass es erstmalig im Stadtgebiet schnelles Internet über Glasfaserkabel „bis ins Haus“ geben werde. Einen Grundstückseigentümer gebe es schon, mit einem weiteren Interessenten werde verhandelt, 
erklärte Thiemig zum Schluss.

von Gianfranco Fain

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