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Wahlkampf in Angelburg verlagert sich ins Netz

Bürgermeister-Kandidaten Wahlkampf in Angelburg verlagert sich ins Netz

Im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in
Angelburg spielt das
 Internet für den Herausforderer Reiner Haffer
eine größere Rolle als 
für Amtsinhaber 
Thomas Beck.

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Angelburgs Bürgermeisterkandidaten nutzen das Internet im Wahlkampf unterschiedlich: links: Reiner Haffer, rechts: Thomas Beck.

Quelle: Nikola Ohlen

Angelburg. Am Sonntag, 5. Feb
ruar, wählen die Angelburger Bürger den Rathaus-Chef, der für die kommenden sechs Jahre die Geschicke der Gemeinde leitet. Beide Kandidaten, Thomas Beck (SPD) und Reiner Haffer (parteilos), nutzen im aktuellen Wahlkampf das Internet und soziale Netzwerke – allerdings sehr unterschiedlich.

Welche Möglichkeiten Facebook bietet, hat Herausforderer Haffer für sich entdeckt. Seine Internetseite hat er selbst programmiert und aktualisiert sie täglich. Seine Homepage hat er verknüpft mit seiner Facebook-Seite, um seine Reichweite zu erhöhen.

Beck nutzt Facebook nur sporadisch

Als Haffer vor sechs Jahren zum ersten Mal gegen Beck angetreten ist, hat er das Internet auch schon genutzt, doch in diesem Wahlkampf setzt er es gezielter ein. Wenn er Angel­burger Bürger oder Betriebe ­besucht, veröffentlicht er einen Text mit Foto auf seiner Homepage, der mit seiner Facebook-Seite verlinkt ist.

Ob den Angelburgern gefällt, wie Haffer seinen Wahlkampf gestaltet, misst er an den 
Likes auf Facebook und daran, ob und wie häufig die Beiträge geteilt werden. Tipps oder Anregungen erhält er aber auch über ein Kontaktformular seiner Homepage. „Wenn jemand etwas anders sieht, dann teilt er mir das auf diese Weise mit“, sagt Haffer.

Ganz anders geht Thomas Beck im Wahlkampf mit dem ­Internet um. Er nutzt seine ­ Facebook-Seite nur sporadisch, seine Homepage aktualisiert er hingegen regelmäßig. Er setzt eher darauf, dass er über das Verteilen von Flyern für eine neue Amtsperiode bei den Wählern punkten kann.

„Vor sechs Jahren bin ich von Haus zu Haus gelaufen“, sagt er. Bis er von Gönnern über Frechenhausen bis nach Lixfeld alle Häuser abgeklappert hatte, seien drei Monate vergangen. Das sei in diesem Wahlkampf für ihn nicht leistbar, da er als Bürgermeister noch andere Aufgaben wahrnehmen müsse. Die letzten auf seiner Homepage veröffentlichten Termine fanden am 14. Januar in Gönnern statt.

Haffer: „Mache nur Werbung für mich“

Die Nutzung des Internets als Plus im Wahlkampf sieht er für sich nicht. „Ich behalte die klassische Werbung bei“, sagt er. Außerdem habe er erst vor einem Jahr für sich ein Facebook-
 Account angelegt. Im Wahlkampf vor sechs Jahren war das soziale Netzwerk für ihn also überhaupt nicht Thema.

Auch findet Beck, dass die Freundschaften in Facebook mitunter sehr leger gehalten werden. Nicht jeder, mit dem man im Netzwerk „befreundet“­ sei, sei auch ein „echter Freund“. Dennoch kann Beck über ­Facebook viele erreichen: Er hat 1178 Freunde. Deshalb nutzt er das soziale Netzwerk auch, um auf die Verschärfung im Wahlkampf aufmerksam zu 
machen.

Sein aktueller Post beinhaltet eine Klarstellung zu Darstellungen der BGL/FWG, die ebenso wie die CDU den parteilosen Haffer unterstützen. Allerdings ist dieser Post nicht öffentlich sichtbar, sondern ist mit bestimmten Einstellungen belegt. Auf Becks Homepage kann aber jeder darauf zugreifen.

Haffer hält sich zu Becks Richtigstellung zurück. Die von BGL/FWG aufgeführte Kritik rühre­ aus einer Zeit, als er nicht ein kommunalpolitisches Amt innehatte. „Ich sehe auch keine Verschärfung im Wahlkampf, ich mache nur Werbung für mich“, sagt Haffer.

Sein jüngster „Hausbesuch“ fand am 16. Januar in Lixfeld statt, nachzulesen im Internet. Mit seinen 879 Facebook-Freunden ist Haffer zwar gegen Beck im Nachteil, allerdings kann sich die Anzahl der Facebook-Freunde permanent in beide Richtungen verändern.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
 
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