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Voller Einsatz für den guten Zweck

Benefizkonzert Voller Einsatz für den guten Zweck

Profimusiker zeigen ihr Können und erspielen zudem Geld für einen guten Zweck. Profiteur ist der Hospizdienst Immanuel. Was den Verein auszeichnet wollte nun auch die zukünftige Landrätin Kirsten Fründt wissen.

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Das Heeresmusikkorps Kassel vor der Kulisse von Schloss Schönfeld. Heute Abend spielt die Big-Band für den guten Zweck in der Hinterlandhalle. Zum Benefizkonzert für den Hospizdienst Immanuel hoffen die Organisatoren auf mehr als 1 000 Besucher.Privatfoto

Gladenbach. Kirsten Fründt hält sie in Händen: die erste Eintrittskarte für das Benefizkonzert des Heeresmusikkorps aus Kassel in der Hinterlandhalle. Heute Abend ist es dann so weit - die Big-Band spielt um 19.30 Uhr in Friedensdorf zugunsten des Hospizdienstes Immanuel.

Was dieser Dienst eigentlich leistet und wie er sich organisiert - dass wollte nun auch Fründt genau wissen. Vorweg steht die Tatsache, dass der Dienst rasant wächst. Insbesondere im Hinterland wird die Sterbebegleitung in der letzten Lebensphase immer häufiger in Anspruch genommen.

Koordinatorin Susanne Schneider erklärte, dass die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter 120 Stunden umfasse. Tod und Sterben sind natürlich keine einfachen Themen. Während der Schulung nähern sich die Teilnehmer diesem Komplex, indem sie über ihre eigene Vorstellungen sprechen und ihre Wahrnehmungen austauschen. Es komme auch vor, dass ein einige einen „Rückzieher“ machen, da sie sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlen. Kirsten Fründt zeigte sich interessiert und fragte, wie sich der Hospizdienst finanziere. Hierauf antwortete Kassenwart Werner Klingelhöfer, der erklärte, dass der größte Anteil über die Mitgliedsbeiträge einfließe. Hinzu kämen noch die Spenden, sowie der Erlös aus den Konzerten.Kosten entstünden dem Hospiz dagegen durch die Bezahlung der Referenten während der Ausbildung und den Fahrtkosten für die ehrenamtlichen Helfer.

Im Hospiz selbst wurden bisher 62 Mitarbeiter ausgebildet und ein Kurs mit zwölf Teilnehmern laufe zur Zeit noch. Vorstandsmitglied Dr. Heinz Kuhl sagte, es sei enorm, welch ehrenvolle und wichtige Aufgabe die Helfer leisteten. Der Bedarf an Mitarbeitern sei weiterhin gestiegen, berichtete Schneider der zukünftigen Landrätin. Auch in Seniorenheimen werden ehrenamtliche Helfer eingesetzt.

Der Vorsitzende des Hospizdienstes, Matthias Ullrich, berichtete Fründt, dass man ursprünglich mit der Idee eines stationären Hospizs gespielt habe. Dies habe man dann aber vor drei Jahren aus der Satzung gestrichen, da sich der ambulante Dienst gefragter war. Weiterhin wollte Fründt wissen, wie Interessierte Kontakt mit dem Dienst aufnehmen können. Schneider antwortete, dass die Hinweise in der Mehrzahl von Pflegediensten, Pfarrern, Ärzten und Kliniken komme.

Erfolgt eine Anfrage beim Hospizdienst, beraten sich die beiden Koordinatorinnen Susanne Schneider und Doris Pitzer. Dabei geht es auch darum, einen passenden Helfer für den Patienten zu finden.

Auch müsse der Mitarbeiter mit den Angehörigen klarkommen. Haben die Helfer ihre Ausbildung erfolgreich absolviert, sind sie Helfer zunächst für zwei Stunden in der Woche im Einsatz.

Die Erwartungen an das heutige Benefizkonzert sind hoch.Seit 2008 führt Oberstleutnant Reinhard Kiauka das Orchester. Er verspricht für den heutigen Auftritt in der Hinterlandhalle ein abwechslungsreiches Programm unter dem Titel „Von Märchen und Märschen“. Die Berufsmusiker wollen ihr Können präsentieren und das Publikum mit ihrer Spiellaune beeindrucken.

Informationen über den Hospizdienst gibt es bei Doris Pitzer, Telefon 0151/25 39 74 25, E-Mail d.pitzer@hospizdienst-immanuel.de) und Susanne Schneider, Telefon 0174/87 44 533, E-Mail s.schneider@hospizdienst-immanuel.de) und auf der Internetseite www.hospizdienst.net.

von Ingrid Lang

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