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Vierter Standort im Gespräch

Blitzer Vierter Standort im Gespräch

Schlechte Nachricht für alle, die im Stadtgebiet zu schnell unterwegs sind: Voraussichtlich ab Beginn der Adventszeit wird in Gladenbach regelmäßig geblitzt.

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In der Marburger Straße halten sich nur 54 Prozent der Fahrzeuge an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit, so wie dieser Rettungswagen. Nahe der Tankstelle soll deshalb eine Geschwindigkeitsmessanlage installiert werden.Foto: Hartmut Berge, Montage: OP

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Gute Nachricht für alle, die sich an die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten halten: Sie verlieren wegen der Messanlagen weder Geld noch Führerschein.

Mindestens drei feste Blitzer sollen bis Ende des Monats installiert sein. Das berichtete Bürgermeister Peter Kremer in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses auf eine Anfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Roland Petri.

Als das Parlament im November vergangenen Jahres einen entsprechenden Beschluss auf den Weg gebracht hatte, war die Rede davon, die Blitzer würden Anfang dieses Jahres installiert, später hieß es, im Sommer, und zuletzt, Anfang September sei es soweit.

Nun steht die Umsetzung des Projektes offenbar kurz bevor. Am Mittwoch wurden jedenfalls die städtischen Mitarbeiter, die künftig dienstlich mit den Anlagen befasst sind, entsprechend geschult. Weitere Gespräche stünden bevor, kündigte der Bürgermeister an. Und er verriet auch, dass womöglich ein vierter Standort hinzukomme. „Wir brauchen jeden Euro“ sagte Peter Kremer hinsichtlich des in arge Schieflage geratenen - ehemals ausgeglichenen - Haushaltes der Stadt.

Dieser vierte Standort sei schon einmal im Gespräch gewesen und wurde von der Polizeiakademie als geeignet befunden, erinnerte der Bürgermeister, wurde aber im Ausschuss nicht konkreter.

Diskutiert wurde seinerseits über die 50-Kilometer-Zone an der sogenannten „Blauen Lagune“.

276000 Euro hatte die 2008 in Betrieb genommene Haltestellenanlage an der „Blauen Lagune“ gekostet. Davon trug die Stadt Gladenbach, nach Abzug der Zuschüsse, 123000 Euro. Erst im März 2010 wurde die Haltestelle, so wie vorgesehen, aus beiden Richtungen angefahren. Zunächst wurde sie stadteinwärts angefahren, weil die Arbeitsgemeinschaft Linienverkehr Marburg (ALV) aus Gründen der „Sorgfaltspflicht gegenüber Fahrgästen und Fahrpersonal“ den Halt in Fahrtrichtung Bad Endbach nicht mehr verantworten wollte. Das erregte nicht nur den Unmut der unmittelbaren Anlieger, sondern auch vieler weiterer potenzieller Busbenutzer. Da sich die Bushaltestelle auf der dem Neubaugebiet „Würtenberg“ zugewandten Straßenseite befindet, hatten die Busfahrer - wegen des dichten und schnell fließenden Verkehrs - Probleme, die Busbucht aus Richtung Gladenbach anzufahren und vor allem, sie in Richtung Erdhausen zu verlassen.

Also wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung an dieser Stelle von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde reduziert.

In den Augen der Bevölkerung waren Planungsfehler Ursache des Ärgers und lang anhaltende Streits. Als bleibendes Ärgernis ist die 50er-Geschwindigkeitsbegrenzung geblieben. Sollte dort ein fester Blitzer installiert werden, steht neuer Ärger ins Haus. Schon jetzt ist in der Bevölkerung von „Abzocke“ an der „Blauen Lagune“ die Rede.

Alternativer Standortan der Ampel in Erdhausen

Alternativer Standort für einen vierten Blitzer wäre in Höhe des ampelgesteuerten Fußgängerüberweges in Erdhausen. Die CDU-Stadtverordnete und Ortsvorsteherin Erdhausens moniert seit Jahren den Überweg als Gefahrenquelle. Auch der Ortsbeirat ist sich einig darüber, dass dies eine gefährliche Stelle ist und die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde kaum von den Verkehrsteilnehmern eingehalten wird.

Im April vergangenen Jahres richtete Christiane Becker an den damaligen Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim eine Anfrage: Sie wollte wissen, ob auch an dem neuralgischen Punkt „Ampelanlage B 255“ eine Testphase für mögliche Blitzer-Standorte erfolgt sei. Eine Antwort habe sie bis heute nicht erhalten, sagte sie gestern auf Anfrage der OP. Nun hofft sie, dass die Gefahrenquelle bei der Auswahl des vierten „Blitzer-Standortes“ berücksichtigt wird.

von Hartmut Berge

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