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Verwirrspiel im Kampf um die Stimmen

Theater-Aufführung Verwirrspiel im Kampf um die Stimmen

In der Politik ist alles erlaubt: Nach diesem Motto verfährt Bürgermeister Otto Moshammer wenn er um die Gunst der Wähler wirbt.

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Bürgermeister Otto Moshammer (Werner Ruppert) ist im Wahlkampf dem Alkohol nicht abgeneigt. Dies entgeht auch seinem Sohn Peter (Daniel Grebe) nicht. Foto: Susanna Rossbach

Quelle: Susanna Roßbach

Kombach. Für Bürgermeister Otto Moshammer, gespielt von Werner Ruppert, ist in der Politik alles erlaubt. Obwohl weit und breit kein Gegenkandidat in Sicht ist, betreibt der Bürgermeister für seine Wiederwahl eifrig Wahlkampf - gerne auch bei Starkbier „Im Bären“ oder bei einem Besuch der „Scharfen Maus“. Unterstützung erhält er dabei von seinem Vater Otto Moshammer Senior (Frank Rittlinger), dem die Lollo aus der „Scharfen Maus“ - gespielt von Samantha Febel - gehörig den Kopf verdreht hat.

Mit ihren Darstellungen sorgten die Laienschauspiler der Theatergruppe Kombach für schallendes Gelächter im Dorfgemeinschaftshaus. Das Stück „Die Bürgermeisterwahl“ von Erich Koch war der Gruppe wie auf den Laib geschneidert. Mit auf der Bühne stand Angela Febel, die bereits seit 25 Jahren in der Gruppe aktiv ist.

Vor den Ehefrauen, dem Hausdrachen Emma (Silke Scheffert) und Frieda (Angela Febel), halten die Dorfpolitiker ihre Wahlkampfmethoden natürlich geheim. „Du bist vielleicht der Bürgermeister, aber zu Hause ist Mutter der Chef“, weiß auch Sohn Peter, dargestellt von Daniel Grebe. Da kann auch Polizist Kurt (Hartmut Platt) nicht mehr helfen.

Dass dann auch noch Emmas Schwester Klara (Chrisanda Prinz) mit ihrem schwulen Sohn Erich zu Besuch kommt, passt Otto gar nicht. Erich - von seiner Mutter auch „Wulle-Wulle“ genannt - will nämlich den lokalen Vorentscheid von Deutschland sucht den Superstar als bester Playbacksänger gewinnen.

Gags erheitern Publikum fast im Sekundentakt

Thomas Funk sorgte mit seiner Darbietung von „Fiesta Mexicana“ und einem kräftigen „Hossa“ für viele Lacher im Publikum. Einen richtigen Strich durch die Rechnung macht Otto aber schließlich die Apothekerin Laura, gespielt von Christina Ronzheimer. Als diese nämlich erfährt, dass Otto statt dem neuen Kindergarten einen Sauna-Club hinter die „Scharfe Maus“ bauen will, beschließt die Dresdnerin als Bürgermeisterin zu kandidieren und hat mit ungewöhnlichen Werbeaktionen bald alle Frauen auf ihrer Seite.

Getreu dem Motto „Frauen sind einfach die besseren Männer“ und mit dem Ziel „Wir ziehen sie aus bis auf die weiße Feinrippunterhose“ planen nun auch die Frauen eifrig den Wahlkampf. Dabei löste Christina Ronzheimer mit einem typisch ostdeutschen Akzent und zahlreichen Weisheiten „von Drüben“ bei den Zuschauern viel Heiterkeit aus.

Ein ganz anderes Problem haben dagegen Ottos Sohn Peter und Lauras Tochter Gabi (Yasmin Schmidt). Die beiden sind ein Liebespaar und verheimlichen vor ihren verfeindeten Eltern, dass sie auch ein gemeinsames Kind haben.

Während die Männer im Stück viele derbe Weisheiten über die Ehe und die Rolle der Frau im Allgemeinen von sich geben, erheitern die Frauen mit ihrer eigenen Analyse der männlichen Natur. Besonders amüsierte sich das Publikum, wenn einzelne Zuschauer mit in das Stück eingebunden oder Zwischenfragen an das Publikum gestellt wurden. Schon fast im Sekundentakt sorgte die eingespielte Gruppe für Gags und witzige Situationen auf der Bühne, sodass die fast zweistündige Spielzeit wie im Fluge verging.

Belohnt wurden sie dafür mit einem lang anhaltenden Applaus ihrer begeisterten Zuschauer.

von Susanna Rossbach

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