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Verspätete Zahlungen belasten Klinik

Klinik Verspätete Zahlungen belasten Klinik

Mit der wachsendenAnzahl von Bürgerkriegsopfern, die in Bad Laasphe behandelt werden, steigen auch die Außenstände. Unbezahlte Rechnungen bringen finanzielle Schwierigkeiten.

Bad Laasphe. Seit rund zwei Jahren werden Kriegsversehrte aus Libyen in Bad Laasphe behandelt. Mittlerweile werden Verletzte aus weiteren Ländern, unter anderem Syrien, dort medizinisch versorgt. Bereits 2012 kamen Zahlungen aus Libyen verzögert.

Die Probleme wurden zwischenzeitlich zunächst gelöst, dennoch kam es in der jüngsten Vergangenheit erneut zu finanziellen Engpässen aufgrund von verspäteten Zahlungseingängen. Zuletzt haben sich diese noch verschärft. Aber, nicht nur Bad Laasphe ist betroffen: Deutschlandweit wartet eine ganze Reihe von Kliniken und Gesundheitszentren auf libysches Geld.

Der Marburger Mediziner Professor Siegfried Bien, Mehrheitsgesellschafter des Gesundheitszentrums, bleibt zuversichtlich, dass die Zahlungen erfolgen. In der Vergangenheit sei stets gezahlt worden - „es dauert nur manchmal unkalkulierbar lange.“ Detaillierte Angaben zu den Außenständen wollte er im Gespräch mit der OP nicht machen.

„Es knirscht immer wieder mal - mal hier, mal dort.“ Die Strukturen in den Kriegsländern seien „nicht so durchorganisiert“ wie die hiesigen. Da sei Geduld angezeigt - auch bei einigen, „aber nicht vielen“ Mitarbeitern. Angesichts der angespannten finanziellen Situation kam es zu Probleme bei den Gehaltszahlungen an die 75 Mitarbeiter des Gesundheitszentrums.

„Wir versuchen, unsere Arbeit gut zu machen“, betonte Bien. Und: „Wir machen das gerne.“ Er bekräftigte: Bürgerkriegsopfer sollen auch weiterhin in Bad Laasphe behandelt werden. Verzögerte Zahlungen stellten besonders für diejenigen Einrichtungen ein Problem dar, die - wie das Gesundheitszentrum Wittgenstein - noch nicht so lange auf dem Markt seien. Da sei das Liquiditätspolster noch nicht so ausgeprägt. Das Gesundheitszentrum besteht seit 2011.

von Björn-Uwe Klein

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